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Schon seit den 30er Jahren wird in herkömmlichen Trockenreinigungsbetrieben der chlorierte Kohlenwasserstoff Perchlorethylen (PER) verwendet. Diese Substanz ist ein effizientes Lösungsmittel, das Fette und Öle besonders gut aufnimmt. Gleichzeitig gilt PER aber als in hohem Maße umwelt- und gesundheitsgefährdend. Die Träger von mit PER gereinigter Kleidung sind davon direkt betroffen. Da PER aber auch durch Betonwände, Holz, Kunststoffe oder Asphalt dringt, stellt es selbst für die Nachbarn von PER-verarbeitenden Betrieben eine Gesundheitsgefahr dar. Die Substanz zersetzt sich überdies nur sehr langsam und dringt auch bis in tiefe Grundwasserschichten vor. Der Gesetzgeber hat reagiert. Die EU-Richtlinie zu flüchtigen organischen Verbindungen sieht vor, dass chlorierte Kohlenwasserstoffe wie PER nur noch stark eingeschränkt verwendet werden dürfen. |
![]() Stockholm, Schweden |
Die als umweltfreundliche Alternative zu PER entwickelte Basistechnologie der CO2-Textilreinigung existiert schon seit den 90er Jahren und wurde in den USA erstmals kommerziell genutzt. Der hier erfolgende Einsatz von unter Druck verflüssigtem Kohlendioxid unter Zugabe von speziellen Detergenzien erzielt ähnlich gute Ergebnisse wie die Verwendung von PER – jedoch ohne schädliche Nebenwirkungen für Gesundheit und Umwelt. Linde besitzt die Lizenzrechte an den verwendeten Detergenzien. Das schwedische Nationale Zentrum zur Vermeidung von Umweltverschmutzung verlieh im Jahre 2002 für die CO2-Reinigung die „Auszeichnung für die wertvollste Idee zur Vermeidung von Umweltverschmutzung“. 2003 hat Linde die europäischen Lizenzrechte an dieser Technologie erworben, entwickelt sie weiter und vermarktet das innovative Reinigungsverfahren.
Die von uns angebotene Kohlendioxid-Reinigung ist – bei um rund 30 Prozent höheren Investitionskosten – wirtschaftlich, hochwirksam und sie spart dazu ein Drittel der Stromkosten ein – unter völligem Verzicht auf Wasser und Stadtgas. 98 Prozent des verwendeten Kohlendioxids werden recycelt und können somit mehrfach genutzt werden. Wir sind überzeugt von der Zukunft dieser Methode und werden unsere Technologie über ein Franchising-System schrittweise in den wichtigsten europäischen Ländern anbieten. Der Ausbau wird zügig vorangetrieben. Das Marktpotenzial ist groß: Von den 50.000 Reinigungsbetrieben in Europa, die jährlich 2,2 Millionen Tonnen Textilien reinigen, verwenden heute immer noch 85 Prozent die Chemikalie PER.
