Entwicklung des weltweiten Verbrauchs an Primärenergie (Glossar) von 1979 bis 20042

Der Primärenergieverbrauch wies im Jahre 2004 mit +4,3 Prozent das stärkste jemals registrierte Wachstum auf. Die bedeutendsten Energieträger – heute wie vor 25 Jahren – sind Erdöl, Erdgas und Kohle.
Der weltweite Energiebedarf steigt in dem Maße, in dem sich ärmere Volkswirtschaften zu Schwellenländern entwickeln und die Weltbevölkerung wächst. Den Nachholbedarf der ärmeren Länder illustrieren folgende Zahlen: Obwohl in den Industrieländern einschließlich der osteuropäischen Volkswirtschaften sowie der Nachfolgestaaten der UdSSR nur 23 Prozent der Menschen leben, gehen 71 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs auf ihr Konto. Auf die Schwellen- und Entwicklungsländer mit einem Weltbevölkerungsanteil von 77 Prozent entfallen dagegen lediglich 29 Prozent des weltweiten Verbrauchs. Studien4 gehen deshalb von einem jährlichen Trendwachstum des Weltenergieverbrauchs von zwei Prozent aus. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der Bedarf an fossilen Brennstoffen in den nächsten Jahrzehnten weiter ansteigen wird. Vor diesem Hintergrund haben der effiziente Umgang mit fossilen Energien und ihre möglichst umweltfreundliche Erschließung und Nutzung höchste Priorität für uns.
Fossile Brennstoffe: Verhältnis von Reserven und Produktion Ende 20042

Das Verhältnis von weltweiten Reserven und Produktion liegt beim Erdgas mit rund 67 Jahren deutlich über dem Wert von Erdöl. Die größte Reichweite weist Kohle auf. Je nach Region sind die Ausprägungen sehr unterschiedlich.
Lösungen und Technologien von Linde bieten Perspektiven, dem zunehmend knappen Rohstoff Erdöl sukzessive den Rücken zu kehren und über schadstoffärmere Alternativen wie Erdgas den Übergang in eine umweltfreundliche Energieerzeugung einzuleiten.
Langfristig gesehen ist ein Umstieg auf regenerative Energieträger unumgänglich, weil die Ressourcen an fossilen Brennstoffen begrenzt sind und ihre Verbrennung die Atmosphäre belastet. Um auch nachfolgenden Generationen einen hohen Lebensstandard in einer intakten Umwelt zu erhalten, sehen wir es als eine der wichtigsten Aufgaben unserer Forschungsabteilungen an, wirtschaftliche Wege zur Erschließung erneuerbarer Energien zu finden. Wir setzen dabei auf Wasserstoff als umweltfreundlichen Energieträger und die Entwicklung der damit verbundenen Brennstoffzellentechnologie. Langfristig ist es das Ziel, Wasserstoff ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen zu gewinnen. Als führendes Industriegasunternehmen engagieren wir uns in der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette, um das Potenzial dieser zukunftsträchtigen Technologie mittel- und langfristig vollständig nutzbar zu machen.
1 BP Weltenergiestatistik, 2005.
2 BP Weltenergiestatistik, 2005, S. 39 und 40.
3 Rohöläquivalenz
4 Weltengergiereport RWE, 2003.
