Linde als Arbeitgeber

Faire Vergütung

Die Ausrichtung unserer Mitarbeiter an strategischen, langfristigen Unternehmenszielen unterstützen wir durch verschiedene Vergütungsbestandteile. Dazu gehört eine ziel- und leistungsorientierte Bezahlung unserer Führungskräfte sowie ein globales Performance Management-System, das auch regelmäßiges Feedback zwischen Mitarbeitern und Vorgesetzten einschließt. Variable Anteile bei der Vergütung richten sich nach der Zielerreichung des Unternehmens sowie nach der individuellen Leistung des Mitarbeiters. Im Jahr 2011 haben wir die Gehaltsstruktur unserer Mitarbeiter in Deutschland angepasst, um den variablen Anteil der Vergütung stärker an diese Faktoren zu binden.

Bei der Vergütung machen wir keinen Unterschied zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitern. Die Bezahlung richtet sich nach Aufgabe, Qualifikation und Leistung. Zu den Bestandteilen unseres globalen Performance Management-Systems gehören Stellenbewertungen aller Führungskräftepositionen, die Transparenz, Gleichbehandlung und marktgerechte Bezahlung einbeziehen. Die Vergütung überprüfen wir auf Marktüblichkeit und Angemessenheit durch interne und externe Vergleiche. Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat veröffentlichen wir gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in unserem Geschäftsbericht.

Soziale Absicherung

Über das Gehalt hinaus bieten wir unseren Mitarbeitern unterschiedliche betriebliche Zusatzleistungen. Diese sind lokal geregelt und variieren je nach Standort. Hierzu gehört auch die betriebliche Altersvorsorge. Linde bietet in mehr als 50 Ländern rund 39.200 Mitarbeitern unternehmens- und mitarbeiterfinanzierte Pensionspläne sowie Leistungen der Gesundheitsfürsorge. Damit sind fast 78 Prozent der Belegschaft konzernweit in betriebliche Versorgungssysteme einbezogen.

Pensionspläne sollen attraktiv, aber auch generationengerecht gestaltet sein. Außerdem müssen sie den sozialen Standards der jeweiligen Länder entsprechen. Um beides zu gewährleisten, hat die Linde Group weltweit verbindliche Regeln für die Veränderung, die Neueinführung oder Schließung von Versorgungswerken geschaffen (Pension Governance). Eingriffe in lokale Versorgungssysteme müssen zuvor mit dem Global Pension Committee abgestimmt werden. Dieses Gremium ist mit dem Vorstandsvorsitzenden, dem Finanzvorstand sowie mit Experten aus den Bereichen Bilanzen, Finanzen und Personal besetzt.

Die bedeutendsten Pensionspläne – mit rund 92 Prozent des weltweiten Verpflichtungsumfangs – unterhält Linde in Großbritannien, Deutschland, den USA, Australien, den Niederlanden, Südafrika und der Schweiz. Im Jahr 2011 wurde in Großbritannien die Gestaltung der Pensionspläne überarbeitet. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der bestehenden sogenannten Defined Benefit-Pläne neben dem für Neuzugänge offenen Defined Contribution-Plan zu sichern.

Für die Altersversorgung und Unterstützung hat Linde im Geschäftsjahr 2011 insgesamt 190 Mio. EUR (Vj. 178 Mio. EUR) aufgewendet. Damit werden 28.903 aktive Mitarbeiter mit einer Betriebsrente versorgt, 19.725 ehemalige Mitarbeiter haben einen unverfallbaren Anspruch auf Firmenpension erworben und 31.112 Pensionäre beziehen eine Betriebsrente im Konzern.

> Mehr zu Altersvorsorge im Geschäftsbericht

Beruf und Privatleben vereinbaren

Unsere Mitarbeiter sollen die Möglichkeit haben, persönliche und berufsbezogene Ziele zu vereinen. Mit verschiedenen Angeboten für flexibles Arbeiten sowie zur Kinderbetreuung und Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger unterstützen wir sie dabei. Neben Gleitzeit und Telearbeit bieten wir unseren Mitarbeitern Teilzeitmodelle an. Die Anzahl der bei der Linde Group in Teilzeit Beschäftigten lag im Jahr 2011 bei zwei Prozent. Bei unserer Engineering Division wurde im Jahr 2011 eine neue Betriebsvereinbarung für Telearbeit verabschiedet. Weltweit nahmen im selben Jahr insgesamt 714 Mitarbeiter Elternzeit, davon 129 Männer.

Weitere Unternehmensleistungen sind in den meisten Fällen regional oder lokal geregelt. In Deutschland können unsere Mitarbeiter kostenlos auf einen professionellen Vermittlungsservice für die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen zurückgreifen. Zudem verfügt Linde über ein Kontingent an Kinderkrippenplätzen im Großraum München. Um der höheren Nachfrage zu begegnen, hat das Unternehmen dieses Kontingent im Jahr 2011 von 20 auf 37 Plätze aufgestockt. Außerhalb des Großraums München bietet Linde in Deutschland finanzielle Zuschüsse zur Kinderbetreuung. Auch in den USA bietet Linde Mitarbeitern ein Vermittlungs- und Beratungsprogramm für die Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen. Die australische Linde Tochtergesellschaft BOC hat die gesetzliche Elternzeit von 18 Wochen für ihre Mitarbeiter um drei Wochen verlängert.

Unsere Mitarbeiter arbeiten in Ländern mit unterschiedlichen Vorgaben für die wöchentliche Arbeitszeit. Diese richten sich nach national geltenden Gesetzen sowie nach Tarifvereinbarungen. Vollzeitmitarbeiter haben in der Regel eine vertraglich festgelegte Arbeitszeit von weltweit maximal 48 Stunden pro Woche.

Mitbestimmung

Mit Arbeitnehmervertretern und Gewerkschaften arbeitet Linde partnerschaftlich zusammen. Im Jahr 2011 waren 53,5 Prozent der Linde-Mitarbeiter über Kollektivvereinbarungen beschäftigt (2010: 54,9 Prozent). In Deutschland regelt das Betriebsverfassungsgesetz die Zusammenarbeit von Unternehmensleitung und Belegschaftsvertretern. Hier gibt es bei Linde eine zweistufige Arbeitnehmervertretung, die sich aus Betriebsräten in den dezentralen Einheiten und einem Konzernbetriebsrat zusammensetzt. Zu den wesentlichen Ergebnissen des Dialogs zwischen Arbeitnehmervertretern und Unternehmen in Deutschland zählte im Berichtszeitraum eine Betriebsvereinbarung für variable Vergütung.

Darüber hinaus hat Linde seit mehreren Jahren einen europäischen Betriebsrat mit zurzeit 28 Mitgliedern. Das Gremium fördert den Informationsaustausch der Arbeitnehmervertreter über nationale Grenzen hinweg. Im Jahr 2011 hat Linde ein Projekt gestartet, um die Kooperation zwischen den einzelnen Länderstandorten, dem Management und dem europäischen Betriebsrat weiter zu stärken. In diesem Zusammenhang tagte der europäische Betriebsrat im Jahr 2011 über seine drei regulären jährlichen Treffen hinaus weitere zwei Mal. Das Projekt wird von der Europäischen Union gefördert, der Projektabschluss ist für den Sommer 2012 geplant.

Zufriedenheit unserer Mitarbeiter

Das ehrliche Feedback unserer Mitarbeiter ist wichtig für unsere Personalarbeit. Im Jahr 2010 hat Linde erstmals eine globale freiwillige Mitarbeiterumfrage durchgeführt. Die Rücklaufquote von 73 Prozent zeigte eine hohe Akzeptanz der Mitarbeiter für die Befragung. Aus den Ergebnissen der Umfrage erhält Linde wertvolle Hinweise, um die Mitarbeiterzufriedenheit weiter zu steigern. So sahen Linde-Mitarbeiter noch Verbesserungsbedarf bei der Mitarbeiterführung und -entwicklung sowie der damit einhergehenden Kommunikation.

Nach Auswertung der Umfrageergebnisse fanden im Laufe des Jahres 2011 Team-Besprechungen in allen Bereichen statt. Ziel war es, den Ist-Zustand zu bewerten und verbindliche Verbesserungsmaßnahmen zu vereinbaren. Ende 2011 hatten weltweit bereits über 70 Prozent der Teams entsprechende Maßnahmen umgesetzt. Themen waren beispielsweise die Einführung von Telearbeit, eine neue Beförderungsrichtlinie, oder Angebote für „Team Spirit“-Training. Für das Jahr 2012 plant Linde eine Folgebefragung, um den Erfolg der Maßnahmen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu überprüfen.

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