Vielfalt und Chancengleichheit

Wir haben Vielfalt als einen der Kernwerte für unseren Geschäftserfolg definiert. Unser Ziel ist es, weltweit die besten Teams zusammenzustellen: Sie sollen die Anforderungen unserer Kunden vor Ort verstehen, den lokalen Markt kennen und die kulturellen Besonderheiten verstehen und respektieren. Mit unserem Diversity Management fördern wir die Voraussetzungen, um die Chancen einer vielfältigen Belegschaft zu nutzen.

70%

internationale Führungskräfte

Deutsches Unternehmen mit internationalem Team: Der Anteil unserer nichtdeutschen oberen Führungskräfte lag im Jahr 2011 bei über 70 Prozent – mit Mitarbeitern aus mehr als 40 Nationen.

Zum Jahresende 2011 beschäftigte die Linde Group über 50.000 Mitarbeiter aus rund 90 Ländern. Jeder einzelne von ihnen bringt individuell geprägte Perspektiven, Erfahrungen und Begabungen ein. Allein in den deutschen Linde-Gesellschaften sind über 60 verschiedene Nationen vertreten. Der Anteil unserer nichtdeutschen oberen Führungskräfte lag im Jahr 2011 bei über 70 Prozent – mit Mitarbeitern aus über 40 Nationen. An unseren Standorten in den aufstrebenden Volkswirtschaften China, Indien und in Südostasien stammen rund 70 Prozent unserer Führungskräfte aus der jeweiligen Region. Über 200 unserer Mitarbeiter waren im Jahr 2011 an Tochtergesellschaften im Ausland delegiert. Im Jahr 2011 hat Linde die Charta der Vielfalt unterzeichnet, eine deutsche Unternehmensinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen. Damit unterstreicht Linde das Bekenntnis zu Diversity.

Chancengleichheit

Wir schaffen die Voraussetzungen, um Positionen mit den am besten geeigneten Kandidaten zu besetzen – unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung. Ebenso richtet sich das Gehalt bei Linde nach der Aufgabe, Qualifikation und Leistung unserer Mitarbeiter. Verstöße gegen diese Vorgaben können jederzeit Vorgesetzten, der zuständigen Personalabteilung oder dem zentralen Linde Integrity Committee mitgeteilt werden. Verschiedene Maßnahmen unserer Personalarbeit trugen im Berichtsjahr dazu bei, Chancengleichheit zu fördern und das Bewusstsein für dieses Thema in unserem Unternehmen zu stärken:

  • In der Region Osteuropa und Mittlerer Osten hat Linde eine neue Beförderungsrichtlinie mit klaren Vorgaben zum Thema Diversity verabschiedet.
  • In Kanada unterzog sich Linde einem Gleichstellungs-Audit der kanadischen Regierung mit positivem Ergebnis.
  • In der Region Afrika erstellte die Linde Tochtergesellschaft Afrox ein neues Steuerungskonzept zum Thema Gleichstellung bezüglich Rasse und Geschlecht, in Übereinstimmung mit den bestehenden Unternehmenszielen.

Das Thema Diversity wollen wir zukünftig verstärkt in unser Entwicklungsprogramm Global Leadership Development Circle (GLDC) integrieren. Im Jahr 2011 hielt Frau Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Mitglied des Aufsichtsrats von Linde, in diesem Zusammenhang einen Vortrag vor Führungskräften zu erfolgreichen Frauenkarrieren in Technologie-Unternehmen. Darüber hinaus ist ein Trainingsmodul zu Diversity verpflichtend für das First-Line-Manager-Training, das alle Führungskräfte der ersten Stufe bei Linde durchlaufen. Auch von unseren Lieferanten erwarten wir die Berücksichtigung von Chancengleichheit und Gleichbehandlung. Darauf weisen wir in unseren Einkaufsrichtlinien, den ethisch-rechtlichen Grundsätzen für Beschaffung, hin.

Frauen fördern

Zu den Schwerpunkten, die Linde für das Personalmanagement in den Jahren 2011 und 2012 in diesem Bereich identifiziert hat, gehört die gezielte Förderung weiblicher Führungskräfte. In den vergangenen Jahren lag der Frauenanteil innerhalb der Linde Group konstant bei knapp 20 Prozent mit leicht steigender Tendenz. Von den im Jahr 2011 neu eingestellten Mitarbeiternwaren 23 Prozent Frauen. Im Jahr 2011 waren von allen Mitarbeitern im oberen Management elf Prozent Frauen. Im Vergleich zu den Vorjahren ist damit auch der Anteil an weiblichen Mitarbeitern in leitenden Positionen leicht gestiegen.

Anteil von Frauen in der Belegschaft

The Linde Group

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Prozent

 

2011

 

2010

 

2009

 

2008

Gesamtbelegschaft

 

19,5

 

19,3

 

19,9

 

20,2

Obere Führungspositionen

 

11,0

 

10,3

 

9,3

 

9,1

Vorstand

 

0

 

0

 

0

 

0

Aufsichtsrat

 

8,3

 

0

 

0

 

0

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 den Frauenanteil in Führungspositionen auf 13 bis 15 Prozent zu erhöhen. In den wichtigsten Linde Entwicklungsprogrammen konnte der Anteil von Frauen bereits im Berichtsjahr erhöht werden: Im Global Leadership Development Circle stieg der Anteil weiblicher Mitarbeiter von 6,5 Prozent (2010) auf 15,2 Prozent (2011), beim Global Talent Circle nahm der Anteil von Frauen auf 26,8 Prozent zu (Vj. 16,9 Prozent).

Unterstützung älterer Arbeitnehmer

Der Anteil der über 50-jährigen Mitarbeiter bei Linde ist in den letzten Jahren kontinuierlich auf ein Viertel der Gesamtbelegschaft gestiegen. Daher entwickeln wir auch Maßnahmen, bei denen der Erhalt der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit unserer Mitarbeiter im Mittelpunkt steht.

Altersstruktur der Beschäftigten 2011

The Linde Group

Altersstruktur der Beschäftigten 2011 (Kreisdiagramm)

Im Jahr 2008 hat Linde den Arbeitskreis Familie und Beruf ins Leben gerufen, in dem Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter sich unter anderem mit den Herausforderungen durch den demografischen Wandel befassen. Darüber hinaus hat Linde vor kurzem eine Demografieanalyse für Deutschland, die USA, Großbritannien und China durchgeführt. Bei unserer Engineering Division haben wir mit dem Programm„ROCK“ (Retention of Critical Knowledge) einen Prozess implementiert, um das Wissen von Mitarbeitern, die das Unternehmen verlassen – zum Beispiel in den Ruhestand – nicht zu verlieren.

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Integration schwerbehinderter Mitarbeiter

Zur Chancengleichheit gehört auch, schwerbehinderte oder gesundheitlich eingeschränkte Mitarbeiter zu fördern. Eine Konzernbetriebsvereinbarung zur Wiedereingliederung von Arbeitnehmern nach einer Phase der Arbeitsunfähigkeit gibt es bei Linde seit dem Jahr 1995. In der Diskussion befindet sich eine neue Konzernbetriebsvereinbarung zum betrieblichen Wiedereingliederungsmanagement. Ziel ist es immer, am Einzelfall orientierte Lösungen zu finden, die eine Beschäftigung ermöglichen.

In unseren deutschen Gesellschaften blieb der Anteil an Beschäftigten mit Behinderung im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Im Jahr 2011 waren 266 schwerbehinderte Mitarbeiter bei Linde in Deutschland beschäftigt. Dies entspricht einer Quote von 3,6 Prozent (2010: 3,5 Prozent). Das Auftragsvolumen in Deutschland, das wir an Werkstätten für Menschen mit Behinderung vergeben haben, lag im Jahr 2011 wie im Vorjahr bei rund 80.000 EUR. Auch an Standorten außerhalb Deutschlands, in denen es keine vergleichbaren gesetzlichen Regelungen gibt, bietet Linde für Menschen mit Behinderung angemessene Tätigkeiten.

Kennzahlenvergleich

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