Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Linde unterhält Lieferantenbeziehungen in den über 100 Ländern in denen das Unternehmen tätig ist. Auf den unterschiedlichen Märkten hat Linde weltweit im Geschäftsjahr 2011 ca. 10,7 Mrd. EUR (Vj. ca. 9,7 Mrd. EUR) für den Einkauf aufgewendet. Davon entfielen rund 9,2 Mrd. EUR auf die Gases Division und etwa 1,5 Mrd. EUR auf die Engineering Division. Zu unseren wichtigsten Einkaufsposten gehören Energie, Gasflaschen und Ventile, Tanks und Tankausrüstungen, IT-Produkte, unterschiedlichste Dienstleistungen und Maschinen oder andere Ausrüstungsteile für Engineering-Projekte.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für Linde ist die zuverlässige Verfügbarkeit der eingekauften Produkte und Dienstleistungen: in der geeigneten Qualität und Menge und zu marktgerechten Preisen. Bei der Auswahl von Lieferanten betrachten wir viele Aspekte zusätzlich zum Produktpreis, beispielsweise optimierte Logistik und schnelle Verfügbarkeit. Grundsätzlich berücksichtigen wir bei Einkaufsentscheidungen den gesamten Lebensweg von Produkten, die damit verbundenen Kosten sowie unsere Anforderungen an die Qualität von eingekauften Waren und Dienstleistungen.

Für die Auswahl und Bewertung von Lieferanten nutzen wir verschiedene Instrumente und Maßnahmen. Hierzu gehören einheitliche, oft durch Software gestützte Qualifizierungsprozesse sowie Selbstauskünfte von Lieferanten zum Management von Qualität, Umweltschutz und sozialen Aspekten. Mit Audits überprüfen wir, ob Lieferanten Anforderungen einhalten. In einigen Regionen berücksichtigen wir verstärkt auch Aspekte der Vielfalt ("Supplier Diversity"), zum Beispiel im Bezug auf die Herkunft und Personalstruktur von Lieferanten.

Einhalten von Standards

Unser Verhaltenskodex verpflichtet Linde-Mitarbeiter, sich im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit ehrlich und fair gegenüber Lieferanten zu verhalten. Gleichzeitig erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Diese Erwartungen sind in unseren Einkaufsrichtlinien definiert. Darüber hinaus informieren wir Lieferanten gezielt über unsere Anforderungen. Dafür stellen wir ihnen Informationen zu den erwarteten Standards zur Verfügung und integrieren Umwelt- und Sozialaspekte in unsere Auswahlprozesse.

Die Einhaltung von Standards überprüfen wir auf Basis von Risikoanalysen. So ist beispielsweise das Thema Sicherheit auf Baustellen besonders wichtig für unsere Engineering Division, die weltweit Bauprojekte umsetzt. Im Jahr 2010 hat die Engineering Division einen neuen Standard implementiert, der Erwartungen von Linde an das Verhalten von Lieferanten transparent macht. Dieser Standard ist eine Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Linde bei Engineering-Projekten und deckt auch die Themen Sicherheit Umwelt- und Gesundheitsschutz ab. Ebenso verweist das Dokument auf die Einhaltung der Prinzipien des Global Compact. Im Jahr 2011 erhielten 250 Lieferanten für Engineering-Projekte den Standard und haben bestätigt, dass sie seine Anforderungen verstehen. Im gleichen Zeitraum hat Linde 30 Audits bei Engineering-Lieferanten durchgeführt, die Schwerpunkte des Standards überprüfen.

Auch im Rahmen von Qualitätsaudits überprüfen wir ausgewählte Umwelt- und Sozialaspekte. Mögliche Verstöße gegen unser Standards können unter anderem über unser Hinweisgebersystem, die Linde Integrity Line, gemeldet werden. Dort eingehende Verdachtsfälle in der Lieferkette werden untersucht, nachgewiesene Verstöße führen bis zur Trennung von Lieferanten.

Kooperationen

Unsere Dienstleister beziehen wir in unser Umwelt- und Sicherheitsmanagement mit ein. So schulen wir beispielsweise Kontraktoren, die im Auftrag von Linde Gase transportieren, zu sicherer Fahrweise. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten im Berichtsjahr lag auf der Reduzierung von CO2-Emissionen bei Transporten.

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