Produktverantwortung

Wir identifizieren, bewerten und kontrollieren systematisch Risiken entlang des Lebenszyklus unserer Produkte – vom Einkauf der Materialien über die Herstellung bis hin zur Anwendung der Produkte durch Kunden. Als Basis haben wir Standards definiert, die zentrale Aspekte der Produktverantwortung abdecken:

  • die Einführung neuer Produkte
  • die Klassifizierung und Kennzeichnung von Chemikalien und Gefahrenstoffen
  • die Einführung und den Verkauf sensibler Chemikalien
  • die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern
  • die Sicherheitsprüfungen bei Kunden
  • das Management von Produkthaftungsrisiken für neue Produkte und Anwendungen
  • den Transport von Gasen

Bereits während der Entwicklung neuer Lösungen analysieren wir Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltrisiken, die im Laufe des Produktlebenszyklus auftreten könnten. Ein festgelegter Prozess regelt, welche Schritte durchlaufen werden müssen, ehe ein Produkt in den Verkauf gelangt.

Produktverantwortung

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Produktverantwortung (Grafik)

Grundsätzlich werden Produkte in einem genau definierten Prozess hinsichtlich ihres möglichen Gefährdungspotenzials für Mensch und Umwelt bei der Produktion, Handhabung und bei der Nutzung bewertet. Dafür analysiert Linde unter anderem Risikoeigenschaften, ökologische und soziale Auswirkungen sowie die Toxizität. Die Ergebnisse dokumentieren wir in einer globalen Datenbank. Diese dient auch als zentrale Informationsquelle für Sicherheitsmaßnahmen beim Transport sowie für die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern.

Im Jahr 2011 haben wir einen neuen globalen Standard und Schulungsmaterialien für den Umgang mit Asbest veröffentlicht. Sie decken alle Aspekte der sicheren Handhabung sowie die Entsorgung von Asbestmaterialien ab. Ein weiterer neuer Standard betrifft den sicheren Umgang mit chemischen und biologischen Stoffen am Arbeitsplatz.

Gesetzliche Anforderungen und internationale Standards

Die Verordnung der Europäischen Union zur Reform des Chemikalienrechts (REACH) schreibt vor, dass in der EU chemische Stoffe ab einer Jahresproduktion oder Importmenge von über einer Tonne bezüglich ihrer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt getestet werden. Ebenso legt REACH einen festen Zeitplan für die Registrierung dieser Produkte fest. Die Linde Group erfüllt die Anforderungen von REACH in vollem Umfang. Dafür hat Linde ein Team von über 30 Spezialisten in ganz Europa aufgestellt, die REACH-Vorgaben in einem koordinierten Projekt implementieren. Wir arbeiten aktiv mit dem Europäischen Industriegaseverband (EIGA) und anderen Handelsverbänden zusammen, um den REACH-Prozess regelkonform durchzuführen und, gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten, erfolgreich abzuschließen.

Auf einer Internetseite informieren wir ausführlich, wie wir unseren gesetzlichen Verpflichtungen durch REACH als Hersteller, Importeur oder Anwender nachkommen. Außerdem berichten wir, welche Substanzen von Linde registriert werden und wie wir unsere Kunden und Lieferanten dazu informieren. Etwa 4 Prozent unseres Umsatzes geht auf Produkte zurück, die der REACH Verordnung unterliegen.

Auch die Kennzeichnung von Produkten und Verpackungen erfolgt in Übereinstimmung mit internationalen und lokalen Gesetzen und  international anerkannten Standards. Anfang 2011 haben wir die Meldung zur Klassifizierung und Kennzeichnung unserer Substanzen in Übereinstimmung mit der CLP-Verordnung der Europäischen Union abgeschlossen. Wir haben 133 Substanzen nach CLP gemeldet.

Mit unserem Programm für Produktverantwortung gehen wir über gesetzliche Anforderungen hinaus. Wir unterstützen damit auch die Globale Produktstrategie (GPS) des Weltchemieverbands zum sicheren Umgang mit chemischen Stoffen sowie das Global Harmonisierte System (GHS) der Vereinten Nationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien.

> Mehr zu REACH bei Linde

Sicherheit bei der Anwendung unserer Produkte

Wir informieren unsere Kunden und die Öffentlichkeit über unsere Produkte. Dafür halten wir Sicherheitsdatenblätter in allen Sprachen der Länder bereit, in denen wir tätig sind. Wir wollen sicherstellen, dass unsere Kunden über alle notwendigen Sicherheitsmaßnahmen informiert sind und unsere Produkte und ihre Eigenschaften verstehen, wenn diese in ihren Verantwortungsbereich übergehen. Daher bieten wir Kunden eine Vielzahl weiterer Informationen zu Umgang, Lagerung und Kennzeichnung von Gaseprodukten an. Diese finden sie unter anderem leicht zugänglich im Internet.

Darüber hinaus bietet Linde Kunden auch Sicherheitstrainings an. Diese beziehen Eigenschaften von Gasen, Gefährdungspotenzial und wichtigen Vorsorgemaßnahmen bei Transport, Nutzung und Lagerung mit ein. Service-Angebote rund um die Gaseversorgung ergänzen das Angebot. Diese reichen von der Gefährdungsbeurteilung bis hin zur Erstellung von Explosionsschutzdokumenten sowie Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Gaseversorgung unserer Kunden. Speziell geschulte Mitarbeiter von Linde analysieren risikobasiert vor der Lieferung bei den Kunden, ob die Voraussetzungen für eine sachgerechte Handhabung der Gase vorliegen. Im Jahr 2011 hat Linde rund 460 solcher Audits bei Kunden durchgeführt. Unsere Notfallteams unterstützen auch außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende, sollten unsere Kunden Hilfe benötigen.

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