Wasser

Weltweit arbeiten wir daran, Wasser an unseren Standorten nachhaltig einzusetzen. Dazu gehört, den Verbrauch von Wasser in Regionen mit Wasserknappheit so gering wie möglich zu halten sowie Emission in Wasser zu vermeiden oder zu reduzieren. Unseren Verbrauch von Wasser in Gebieten mit wahrscheinlicher Wasserknappheit (Wasserstressgebiete) haben wir 2011 überprüft. In den untersuchten Regionen liegen fünf größere Produktionsstandorte von Linde in Gebieten mit einem hohen Risiko von Wasserknappheit. Rund 5 Prozent des Wasserbedarfs von Linde gingen im Berichtsjahr auf diese Produktionsstandorte zurück. Im Jahr 2011 haben wir uns ein neues Ziel gesetzt. Bis zum Jahr 2013 wollen wir an unseren Standorten in Wasserstressgebieten eine Strategie für den nachhaltigen Umgang mit Wasser festlegen.

Informationen zu unserem Wasserbedarf und Wasserverbrauch berichten wir regelmäßig. Im Jahr 2011 haben wir uns erneut an der vom „Carbon Disclosure Project“ durchgeführten öffentlichen Umfrage zum Umgang mit Wasser beteiligt.

Wasserbilanz 2011 (Grafik)
1 Unter anderem durch Verdunstung können Gesamtmengen von Wasserbezug und Wasserableitung voneinander abweichen. Das Abwasservolumen wird für Standorte berichtet, die zur Meldung
verpflichtet sind. Der Anteil für unverschmutztes Wasser beruht teilweise auf Schätzungen.

Wasserbedarf

Im Jahr 2011 lag der Wasserbedarf der Linde Group bei rund 288 Millionen Kubikmeter (2010: 255 Millionen Kubikmeter). Rund 97 Prozent wurde aus Oberflächengewässern und dem Grundwasser entnommen. Der Trinkwasseranteil betrug rund 3 Prozent. Über 85 Prozent der Gesamtmenge an Wasser setzen wir für die Kühlung ein. Der größte Teil dieses Kühlwassers wird nicht verschmutzt und kann ohne weitere Behandlung in Gewässer zurückgeleitet werden. Hierbei beachten wir eine ökologisch unbedenkliche Höchsttemperatur. Der Wasserverbrauch bei Linde lag im Jahr 2011 bei rund 43 Millionen Kubikmetern, ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dieses Wasser wird für die Herstellung unserer Produkte, für die Dampferzeugung sowie in Bürogebäuden eingesetzt.

Der Anteil von Industrie- und Prozesswasser am Gesamtwasserverbrauch im Jahr 2011 betrug rund 33 Millionen Kubikmeter (2010: 32 Millionen Kubikmeter). Weit über die Hälfte davon kommt in unseren Luftzerlegungs-Anlagen zum Einsatz. Neben Durchlaufsystemen setzen wir hier auch Kreislaufsysteme ein, über die wir Wasser mehrmals nutzen können. Dabei muss nur ein geringer Teil des Wassers ersetzt werden, der je nach Wasserqualität und Ausrüstung der Anlagen variiert.

Emissionen

Das Abwasser aus unserer Produktion und dem Sanitärbereich wird, sofern erforderlich, entweder direkt über eigene Kläranlagen gereinigt oder an kommunale oder industrielle Systeme zur Reinigung abgegeben. Weltweit hat Linde im Jahr 2011 rund 8,1 Millionen Kubikmeter Abwasser an Behörden gemeldet (2010: 8,4 Millionen Kubikmeter). Um die von Linde verursachte Gewässerbelastung zu bewerten, messen wir emittierte Mengen an Phosphaten, Stickstoffen und organischen Verbindungen. Durch Kühlprozesse in unseren Luftzerlegungs-Anlagen treten als Bestandteile des Abwassers beispielsweise in geringen Mengen Schwermetalle auf, die im Metall der Rohre enthalten sind und durch Korrosion freigesetzt werden. Phosphate setzen wir als Korrosionsschutzmittel ein.

Emissionen in das Wasser

 

 

 

 

 

 

 

 

The Linde Group

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

in Tonnen

 

2011

 

2010

 

2009

 

2008

 

Wir erfassen Emissionen weltweit in Übereinstimmung mit den jeweiligen lokalen Vorgaben und berichten diese für Standorte die gesetzlich zur Emissionsmeldung verpflichtet sind. Anstieg bzw. Reduzierung von Emissionen in das Wasser im Jahr 2011 gehen nicht notwendigerweise auf die Geschäftsentwicklung zurück. Gründe sind beispielsweise Instandhaltungsarbeiten sowie Produktionsveränderungen an einzelnen Anlagen.

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

 

165

 

308

 

381

 

237

Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB)

 

38

 

75

 

157

 

181

Stickstoffe

 

61

 

35

 

37

 

45

Phosphate

 

3

 

3

 

3

 

4

Produkte für sauberes Wasser

Mit Produkten für den Wassermarkt trägt Linde zur Verbesserung der Qualität von Roh- und Trinkwasser bei. Außerdem bieten wir Lösungen an, mit denen die Abwasserbehandlung optimiert werden kann. Unter dem Produktnamen SOLVOX® OxyStream hat Linde beispielsweise ein besonders energieeffizientes Sauerstoffeintragsverfahren für die Fischzucht entwickelt. Dank der kompakten Bauweise und der wirkungsvollen Vermischung von Gas und Wasser kann das neue Verfahren mit niedrigeren Druckwerten arbeiten als herkömmliche Konzepte. Auf diese Weise kann die Energie, die zum Pumpen benötigt wird, um mehr als 50 Prozent reduziert werden. Damit verringern sich für die Kunden die Kosten und Emissionen. Das System wurde bereits in mehr als 30 Aquakulturen an Land installiert.

Geprüft von KPMG Sustainability

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