Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Linde unterhält Lieferantenbeziehungen in über 100 Ländern. Im Geschäftsjahr 2012 haben wir weltweit ca. 10,9 Mrd. EUR (Vj. ca. 10,7 Mrd. EUR) für den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen bei etwa 100.000 Lieferanten aufgewendet. Davon entfielen rund 9,2 Mrd. EUR auf die Gases Division und etwa 1,7 Mrd. EUR auf die Engineering Division. Mehr als 70 Prozent der Ausgaben fielen in OECD-Ländern an. Bei den Nicht-OECD-Ländern machten in der Gases Division die Länder China, Südafrika und Brasilien rund 15 Prozent der gesamten Einkaufsausgaben aus.

Zu unseren wichtigsten Einkaufsposten gehören Energie, Gasflaschen und Ventile, Tanks und Tankausrüstungen, Fahrzeuge, IT-Produkte, Dienstleistungen sowie Ausrüstungsteile für Engineering-Projekte. Im Jahr 2012 hat Linde mehrere neue Projekte gestartet, um die Effizienz im Einkauf weiter zu steigern und Steuerungsmöglichkeiten noch transparenter zu machen. Zu den Schwerpunkten dieser Maßnahmen gehört unter anderem ein verbessertes Energiemanagement.

Standards für Nachhaltigkeit

Bei der Auswahl von Lieferanten sind für uns neben wirtschaftlichen Kriterien wie Qualität, Preis und Verfügbarkeit auch weitere Aspekte der Nachhaltigkeit relevant. Unser Verhaltenskodex verpflichtet Linde-Mitarbeiter, sich im Sinne einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit ehrlich und fair gegenüber Lieferanten zu verhalten. Gleichzeitig erwarten wir von unseren Lieferanten, dass sie Qualitäts-, Umwelt- und Sozialstandards sowie Compliance-Vorgaben einhalten. Diese Erwartungen sind in unseren Einkaufsrichtlinien definiert. Lieferanten informieren wir gezielt über unsere Vorgaben. Die in den verschiedenen Divisionen geltenden Nachhaltigkeitsanforderungen für Lieferanten sollen im Jahr 2013 in einer Richtlinie zusammengeführt und ergänzt werden.

200neue Engineering-Lieferanten auf Verhaltensstandard verpflichtet

Für die Auswahl und Bewertung von Lieferanten nutzen wir verschiedene Instrumente und Maßnahmen. Hierzu gehören Vor-Ort-Audits sowie festgelegte Qualifizierungsprozesse, die beispielsweise Selbstauskünfte von Lieferanten zum Management von Qualität, Umweltschutz und sozialen Themen einbeziehen. Die Einhaltung von Standards überprüfen wir auch auf der Basis von Risikoanalysen. Im Berichtsjahr 2012 hat Linde eine Untersuchung von Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette durchgeführt. Es ist vorgesehen, diese Analyse im laufenden Jahr 2013 weiter zu vertiefen. Abhängig von den möglichen Risiken überprüfen wir Lieferanten auch vor Ort, zum Beispiel mit Qualitätsaudits, die Aspekte der Nachhaltigkeit einbeziehen. Das Thema Sicherheit auf Baustellen ist beispielsweise besonders wichtig für unsere Engineering Division, die weltweit Bauprojekte umsetzt. Linde hat daher einen Standard implementiert, der die Themen Sicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz bei Engineering-Projekten abdeckt und Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit Lieferanten ist. Der Standard verweist unter anderem auf die Einhaltung der Prinzipien des Global Compact. Im Jahr 2012 erhielten mehr als 200 Lieferanten für Engineering-Projekte den Standard und haben bestätigt, dass sie seine Anforderungen verstehen. Im Berichtszeitraum hat Linde über 100 Audits bei Engineering-Lieferanten durchgeführt, um zu überprüfen, ob die Vorgaben des Standards eingehalten werden – unter anderem in Indien und in China. Verstöße gegen unsere Standards können unter anderem über unser Hinweisgebersystem, die Linde Integrity Line, gemeldet werden. Dort eingehende Verdachtsfälle aus der Lieferkette werden untersucht, nachgewiesene Verstöße führen auch zur Trennung von Lieferanten.

Mitarbeiter und Lieferanten sensibilisieren

Um unsere Mitarbeiter der Einkaufsabteilungen für das Thema Nachhaltigkeit in der Lieferkette zu sensibilisieren, haben wir Anfang 2013 in unser firmeneigenes Intranet ein neues Informations-Portal zu diesem Thema integriert. Dienstleister beziehen wir auch in unser Umwelt- und Sicherheitsmanagement mit ein. So schulen wir beispielsweise Kontraktoren, die im Auftrag von Linde Gase transportieren, zu sicherer Fahrweise.

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Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

Hervorgehoben: Bereiche der Wertschöpfungskette, die im Zusammenhang mit den auf dieser Seite behandelten Themen stehen

Global Reporting Initiative

UN Global Compact