Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Mit einer Vielzahl von Maßnahmen schützt Linde Mitarbeiter vor möglichen Risiken, die mit ihren Tätigkeiten für das Unternehmen verbunden sind. Über unser Managementsystem für Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz und Qualität (SHEQ) identifizieren wir weltweit Gefahrenquellen am Arbeitsplatz und legen Standards und Richtlinien zur Risikokontrolle fest. Leistungen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz messen wir mit festgelegten Key-Performance-Indikatoren und überprüfen diese mit Audits. Im Jahr 2012 wurden solche Audits an 62,4 Prozent der Betriebsstandorte durchgeführt (Vj. 54,5 Prozent). In die Maßnahmen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beziehen wir auch Mitarbeiter von Firmen ein, die im Auftrag von Linde an den Standorten des Unternehmens, bei Kunden oder im Transportbereich arbeiten (Kontraktoren).

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

Geprüft von KPMG Sustainability

Arbeitsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag (Mitarbeiter)

je 1 Mio. Arbeitsstunden

 

1,3

 

1,4

 

1,9

 

2,0

Arbeitsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag (Kontraktoren)

je 1 Mio. Arbeitsstunden

 

1,3

 

1,6

 

2,2

 

1,7

Arbeitsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag (Mitarbeiter)

 

 

136

 

144

 

198

 

202

Arbeitsunfälle mit mindestens einem Ausfalltag (Kontraktoren)

 

 

151

 

131

 

170

 

128

Unfallbedingte Ausfalltage (Mitarbeiter)

 

 

3.354

 

2.721

 

3.813

 

3.768

Unfallbedingte Ausfalltage (Mitarbeiter)

je 1 Mio. Arbeitsstunden

 

31,6

 

26,1

 

36,9

 

37,3

Arbeitsunfälle mit Todesfolge (Mitarbeiter)

 

 

3

 

5

 

2

 

3

Arbeitsunfälle mit Todesfolge (Kontraktoren)

   

4

 

3

 

4

 

7

Krankheitsbedingte Fehltage

je Mitarbeiter

 

5,3

 

5,0

 

5,3

 

5,5

Im Jahr 2012 sank die Zahl der Arbeitsunfälle mit Ausfalltagen pro eine Million Arbeitsstunden bei Linde weiter auf 1,3 (Vj. 1,4). Die Zahl der Arbeitsunfälle bei Kontraktoren sank im selben Jahr ebenfalls auf 1,3 (Vj. 1,6) pro eine Million Arbeitsstunden. Trotz dieser positiven Entwicklung verloren zu unserem größten Bedauern im vergangenen Geschäftsjahr drei Linde-Mitarbeiter sowie vier Mitarbeiter von Kontraktoren bei ihrer Tätigkeit für den Konzern ihr Leben. Sechs dieser Todesfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit Transportaktivitäten, eine Mitarbeiterin verstarb bei einem Verkehrsunfall mit einem PKW.

In den kommenden Jahren wollen wir das betriebliche Gesundheitsmanagement weiter ausbauen und global vereinheitlichen. Dabei legen wir einen besonderen Fokus auf Gesundheitsrisiken, die mit manuellen und wiederkehrenden Tätigkeiten verbunden sind. Der Anteil von Arbeitsunfällen und chronischen Krankheiten, die auf manuelle Tätigkeiten zurückgehen, liegt jährlich zwischen rund 30 und 50 Prozent. Zwischen 2010 und Ende 2012 hat Linde acht globale Richtlinien für den Gesundheitsschutz verabschiedet.

Mit Maßnahmen, die an den regionalen Bedarf angepasst sind, unterstützen unsere Landesgesellschaften und Regionen die globalen Initiativen und Ziele des Unternehmens. In Dänemark beispielsweise startete Linde im Berichtsjahr ein landesweites Projekt für Gesundheitsschutz. Ziel der Maßnahme sind verbesserte Arbeitsbedingungen im Hinblick auf die körperliche und psychische Gesundheit der Mitarbeiter. 99 Prozent der Mitarbeiter beteiligten sich an verschiedenen Workshops der Initiative, 75 Prozent nahmen an einem freiwilligen Gesundheitscheck teil. Alle drei Jahre ist eine Evaluierung der Fortschritte geplant. Um psychischen Belastungen vorzubeugen, haben einige Ländergesellschaften Schulungen zur Stressbewältigung eingeführt. Die Linde-Tochtergesellschaft Cryostar in Frankreich beispielsweise schulte im Berichtsjahr rund 130 Mitarbeiter zu Stressprävention am Arbeitsplatz. Für Initiativen zur Förderung der Mitarbeitergesundheit zeichnete im Jahr 2012 eine Behörde des lokalen Gesundheitsministeriums Linde Gas in Singapur aus.

Bei der weiteren Verbesserung des betrieblichen Gesundheitsmanagements setzen wir auch auf die Beteiligung unserer Mitarbeiter. In der RBU Kontinental- & Nordeuropa hat Linde im Berichtsjahr mit dem „Manual Handling Award“ innovative Lösungen für die Handhabung von Gasflaschen ausgezeichnet. Sieger unter den rund 70 eingereichten Vorschlägen waren die Teams zweier deutscher Füllwerke. Sie konstruierten rückenentlastende Rollhilfen für kleine Gasflaschen.

> Mehr zu Schulungen und Audits

Global Reporting Initiative

A+

4.11

UN Global Compact

Nachhaltigkeit messen