Abfall

Wir arbeiten kontinuierlich daran, Abfälle zu vermeiden oder zu reduzieren. Anfallende Abfälle führen wir, wo möglich, der Weiterverwertung zu. Der Rest wird umweltgerecht in Übereinstimmung mit lokalen Vorgaben entsorgt. Die Abfallmengen bewerten wir entsprechend nationaler Gesetze als gefährlich oder nicht gefährlich. Die häufigsten Abfallprodukte bei Linde sind Öl und ölhaltiges Material, Chemikalien, metallhaltiger Abfall oder Gasflaschen am Ende ihrer Lebensdauer. In den meisten Fällen werden Gasflaschen voll verwertet und nur in Ausnahmefällen auf einer Deponie abgelagert. Geschlossene Produktkreisläufe tragen dazu bei, die Material- und Ressourceneffizienz zu steigern und das Abfallaufkommen zu senken. So wird beispielsweise Kalkschlamm, der als Nebenprodukt bei der Acetylenproduktion anfällt, ohne weitere Aufbereitung in anderen Industrien weitergenutzt.

Abfall und Recycling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

Geprüft von KPMG Sustainability

1

Teile des Abfalls werden energetisch verwertet.

Abfall

Tsd. t

 

68,5

 

64,4

 

71,9

 

68,3

davon nicht gefährlicher Abfall

%

 

71

 

57

 

61

 

52

davon gefährlicher Abfall

%

 

29

 

43

 

39

 

48

Stoffliche Verwertung

%

 

41

 

26

 

43

 

28

Abfälle zur Verbrennung1

%

 

18

 

30

 

28

 

28

Abfälle zur Deponie

%

 

26

 

31

 

22

 

35

Sonstige Entsorgungsmethoden

%

 

15

 

13

 

7

 

9

Im Jahr 2012 stieg die Menge nicht gefährlicher Abfälle bei Linde an, unter anderem durch erhöhte Geschäftsaktivitäten bei der Logistikdivision Gist. Gleichzeitig konnten wir die Menge gefährlicher Abfälle im Berichtsjahr insbesondere durch verschiedene Maßnahmen zur Abfallbehandlung reduzieren. In Afrika beispielsweise führten Recycling-Initiativen zu einer Reduzierung von rund 40 Prozent der entsorgten Abfallmenge im Vergleich zum Vorjahr.

Ziele im Bereich Abfallmanagement richten wir an regionalen Anforderungen aus, denn der anfallende Abfall hängt wesentlich von den unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten der einzelnen Standorte ab. Großbritannien hat sich beispielsweise das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2014 die Recycling-Quote für Abfall auf 65 Prozent zu erhöhen. Im Berichtsjahr konnten bereits 55 Prozent der Abfälle zur Wiederverwertung abgeben werden. Seit 2008 sparte Linde dort durch Maßnahmen des Abfallmanagements  rund 240.000 EUR ein.

Im Jahr 2012 haben wir die Abfallmengen und -kosten für mehrere hundert Standorte untersucht. In der Folge führen wir seit Anfang 2013 in Südostasien ein Pilotprojekt durch, um Verbesserungspotenzial im Abfallmanagement zu analysieren und vorbildhafte Standorte zu identifizieren.

10.000 Liter Helium aus medizinischen Geräten zurückgewonnen

Auch gemeinsam mit Geschäftspartnern engagieren wir uns für den verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen. So haben wir beispielsweise 2012 ein Projekt mit einem Kunden in Deutschland gestartet, bei dem wir das seltene und wertvolle Edelgas Helium aus ausgedienten Kernspintomographen vor dem Metallrecycling zurückgewinnen, im vergangenen Jahr etwa 10.000 Liter. Helium wird zum Kühlen von Magneten in den Geräten eingesetzt.

Unsere Tochtergesellschaft AGA in Estland hat ein Verfahren entwickelt, das bei Deponien für Abfallprodukte aus ölhaltigem Schiefer zum Einsatz kommt und das Grundwasser schützt. Diese Technik wird im Rahmen eines von der Europäischen Union mitgeförderten Projekts angewendet. Ziel ist es, möglichst viele dieser Deponien in Estland bis 2013 zu schließen und die Flächen in den darauf folgenden Jahren für die Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

Hervorgehoben: Bereiche der Wertschöpfungskette, die im Zusammenhang mit den auf dieser Seite behandelten Themen stehen

Global Reporting Initiative

UN Global Compact

Nachhaltigkeit messen