Wasser

Wir arbeiten daran, Wasser an unseren Standorten nachhaltig einzusetzen. Hierzu gehört, den Verbrauch von Wasser, vor allem in Regionen mit Wasserknappheit, möglichst gering zu halten sowie Emissionen in das Wasser zu vermeiden oder zu minimieren. Unseren Kunden bieten wir Lösungen an, mit denen die Trinkwasserqualität verbessert, die Abwasserbehandlung optimiert oder Wasser in Kreisläufen wieder verwendet werden kann. Mit dem Produkt SOLVOX®OxyStream hat Linde beispielsweise ein System am Markt eingeführt, das eine kosten- und energieeffiziente Sauerstoffanreicherung in Wasserbassins zur Fischzucht an Land ermöglicht.

Im Jahr 2012 haben wir weitere Fortschritte dabei erzielt, an Standorten in Wasserstressgebieten eine neue Strategie für den nachhaltigen Umgang mit Wasser zu implementieren. So haben wir beispielsweise in Großbritannien eine Pilotstudie hierzu durchgeführt. Je nach Region und Produktionsstandort prüfen wir Maßnahmen und Ziele, um den Umgang mit Wasser zu optimieren. In einer neuen Luftzerlegungs-Anlage an unserem Standort in Karratha, Australien, beispielsweise hilft ein geschlossenes Kühlungssystem mit Wasser seit 2012 den Wasserbedarf jährlich um rund 15.000 Kubikmeter zu reduzieren. An einem Standort in Kolumbien hat Linde 2012 ein neues System für Wasserzirkulierung eingeführt, durch das Wasser mehrfach genutzt wird. In Afrika führten Wasser-Initiativen unserer Tochtergesellschaft Afrox an verschiedenen Standorten im Jahr 2012 zu einer Reduzierung des Wasserverbrauchs von insgesamt rund 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wasserbilanz der Linde Group (in Mio. Kubikmeter)

Wasserbilanz der Linde Group (in Mio. m3) (Grafik)

Wasserbedarf

Der Gesamtwasserbedarf von Linde betrug im Geschäftsjahr 2012 rund 349 Mio. Kubikmeter (Vj. 288 Mio. Kubikmeter). Nur ein geringer Teil dieses Wassers wird in der Produktion verbraucht oder verschmutzt. Über 85 Prozent des Wassers setzen wir für die Kühlung ein. Der größte Teil dieses Kühlwassers wird lediglich erwärmt und kann ohne weitere Behandlung in Gewässer zurückgeleitet werden. Hierbei beachten wir eine ökologisch unbedenkliche Höchsttemperatur. Der Wasserverbrauch bei Linde lag im Jahr 2012 bei rund 41 Mio. Kubikmetern (Vj. 43 Mio. Kubikmeter). Dieses Wasser wird für die Herstellung von Produkten, für die Dampferzeugung sowie in Bürogebäuden eingesetzt. Neben Durchlaufsystemen setzen wir Kreislaufsysteme ein, über die Wasser mehrmals genutzt werden kann. Dabei muss nur ein geringer Teil des Wassers – je nach Wasserqualität und Ausrüstung der Anlagen – ersetzt werden.

Emissionen in das Wasser1 (in Tonnen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012

 

2011

 

2010

 

2009

Geprüft von KPMG Sustainability

1

Wir erfassen Emissionen weltweit in Übereinstimmung mit den jeweiligen lokalen Vorgaben und berichten diese für Standorte, die zur Emissionsmeldung verpflichtet sind.

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)

 

135

 

165

 

308

 

381

Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB)

 

51

 

38

 

75

 

157

Stickstoffe

 

52

 

61

 

35

 

37

Phosphate

 

4

 

3

 

3

 

3

Abwasser-Management

Abwasser aus unserer Produktion oder aus Sanitäranlagen wird entweder direkt über eigene Kläranlagen gereinigt oder an kommunale bzw. industrielle Systeme zur Reinigung abgegeben. Linde misst dabei in Übereinstimmung mit amtlichen Vorgaben die emittierten Mengen an Phosphaten, Stickstoffen und organischen Verbindungen. Weltweit hat Linde im Jahr 2012 rund 9,8 Mio. Kubikmeter Abwasser abgeleitet (Vj. 8,1 Mio. Kubikmeter).

> Informationen zu unserem neuen Innovationszentrum für Aquakultur

Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette

Hervorgehoben: Bereiche der Wertschöpfungskette, die im Zusammenhang mit den auf dieser Seite behandelten Themen stehen

Global Reporting Initiative

UN Global Compact

Nachhaltigkeit messen