Abfall

Wir arbeiten kontinuierlich daran, Abfälle zu vermeiden oder zu reduzieren. Die häufigsten Abfallprodukte im Konzern sind Öl und ölhaltiges Material, Chemikalien, metallhaltiger Abfall oder Gasflaschen am Ende ihrer Lebensdauer. Durch geschlossene Produktkreisläufe steigern wir die Material- und Ressourceneffizienz und verringern die Abfallmengen. So wird beispielsweise Kalkschlamm, der als Nebenprodukt bei der Acetylenproduktion anfällt, ohne zusätzliche Aufbereitung in anderen Industrien weiterverwendet. Abfall, der nicht weiterverwertet werden kann, entsorgen wir in Übereinstimmung mit lokalen Vorgaben umweltgerecht. Nationalen Gesetzen entsprechend klassifizieren wir die Abfälle als gefährlich oder nicht gefährlich. Der 2013 berichtete Anstieg der Abfallmengen sowie der Recyclingquote im Vergleich zum Vorjahr geht auf mehrere große Bauprojekte der Gases Division zurück.

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Abfall und Recycling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

Geprüft von KPMG

1

Teile des Abfalls werden energetisch verwertet.

Abfall

Tsd. t

 

124,9

 

81,5

 

64,4

 

71,9

davon nicht gefährliche Abfälle

%

 

76

 

70

 

57

 

61

davon gefährliche Abfälle

%

 

24

 

30

 

43

 

39

Stoffe zur Verwertung

%

 

65

 

41

 

26

 

43

Abfälle zur Verbrennung1

%

 

14

 

18

 

30

 

28

Abfälle zur Deponie

%

 

10

 

26

 

31

 

22

Sonstige Entsorgungsmethoden

%

 

11

 

15

 

13

 

7

Als Folge der erstmaligen Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards, wurden im Geschäftsjahr 2013 mehrere Standorte in die Berichterstattung aufgenommen. Finanz-, Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen wurden für das Jahr 2012 um diesen Effekt rückwirkend angepasst. Außerdem wurden die Kennzahlen zu Mitarbeitern, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz rückwirkend für das Jahr 2012 um die Effekte aus der Akquisition des US-Homecare Unternehmens Lincare angepasst. Um die Vergleichbarkeit zwischen den Jahren 2012 und 2013 sicherzustellen, wurde für Lincare das gesamte Jahr 2012 berichtet.

Ziele im Bereich Abfallmanagement richten wir jeweils an den regionalen Anforderungen aus, da der anfallende Abfall wesentlich von den unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten an den einzelnen Standorten abhängt. In Großbritannien hat sich Linde beispielsweise das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2014 die Recyclingquote auf 65 Prozent zu erhöhen. Im Berichtsjahr konnten bereits 60 Prozent der Abfälle zur Wiederverwertung abgegeben werden. In der Region Südostasien haben wir im Jahr 2013 ein Pilotprojekt durchgeführt, um das Abfallmanagement zu optimieren. Ziel war es, sowohl Kosten als auch Umweltauswirkungen zu reduzieren. Die Ergebnisse sind Grundlage für die Entwicklung weiterer Maßnahmen für das Abfallmanagement in anderen Regionen. In Afrika haben wir im Jahr 2013 ein neues Recyclingprogramm entwickelt: Die regionale Tochterfirma Afrox nahm im Berichtsjahr tausende Atemgeräte nach ihrem zehnjährigen Einsatz für den Schutz von Minenarbeitern zurück. Die Geräte werden nun teilweise zu Produkten wie Taschen oder Schürzen weiterverarbeitet.