Produktverantwortung

Die Sicherheit unserer Produkte kontrollieren wir entlang ihrer Wertschöpfungskette: vom Einkauf der Materialien, über die Produktion bis zur Anwendung bei unseren Kunden. Die Grundlage dafür ist eine global gültige Leitlinie für Produktverantwortung. Wir analysieren zum Beispiel ökologische Auswirkungen oder die Toxizität von Substanzen und dokumentieren die Ergebnisse in einer zentralen Datenbank. Diese dient unter anderem als Informationsquelle für Sicherheitsmaßnahmen bei Transporten sowie für Informationen, die wir Kunden und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Linde hält mehr als 18.000 Sicherheitsdatenblätter für Produkte in einer Vielzahl von Sprachen bereit. In den kommenden fünf Jahren planen wir, die Sicherheitsdatenblätter weiter zu verbessern und die Kennzeichnung von Produkten bei Transporten weiterzuentwickeln. Hierfür haben wir Kosten von mehr als 3 Mio. EUR eingeplant.

Für Standorte, an denen besonders sensitive Chemikalien produziert oder gehandhabt werden, haben wir spezielle Risikobeurteilungen für Produktsicherheit entwickelt. Diese werden weltweit auf einheitlicher Basis durchgeführt, bisher in 17 Ländern. Im Berichtsjahr stand hier die Region Südostasien im Fokus. Derzeit liegen solche Risikobeurteilungen für Standorte vor, die insgesamt mehr als 75 Prozent des Umsatzes mit Chemikalien in dieser Region repräsentieren.

1.200

Teilnehmer bei Schulungen unseres Sicherheitspogramms für Kunden in Deutschland

Je nach Risiko untersuchen speziell geschulte Mitarbeiter von Linde auch vor der Lieferung bei Kunden vor Ort, ob die Voraussetzungen für einen sachgerechten Umgang mit den Gasen gegeben sind. Darüber hinaus bieten wir Schulungen zur sicheren Handhabung mit unseren Produkten an. An diesen nehmen sowohl Mitarbeiter als auch Kunden teil. Über das unternehmenseigene Kundensicherheitsprogramm LIPROTECT® beispielsweise haben wir im Berichtsjahr in Deutschland rund 1.200 Teilnehmer im verantwortungsvollen Umgang mit Gasen geschult. Darüber hinaus haben wir im Jahr 2013 ein neues E-Learning-Programm für die sichere Handhabung von Chemikalien eingeführt.

Für unsere Kunden halten wir außerdem Service-Angebote rund um den Umgang mit Gasen bereit. Schwerpunkte sind hier unter anderem Gefährdungsbeurteilungen sowie Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Gaseversorgung von Kunden. Unsere Notfallteams unterstützen die Kunden bei Bedarf auch außerhalb der Geschäftszeiten.

Die Anforderungen der Europäischen Chemikalienverordnung REACH setzen wir in vollem Umfang um. Bis zur Frist für die zweite Registrierungsphase am 31. Mai 2013 haben wir fünf Substanzen mit einer jährlichen Produktionsmenge von mehr als 100 Tonnen bei der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) registriert. Dabei arbeiten wir aktiv mit dem Europäischen Industriegaseverband (EIGA) sowie anderen Handelsverbänden zusammen und tauschen uns mit Kunden und Lieferanten aus. Mit einer globalen Internetplattform informieren wir ausführlich darüber, wie wir unsere gesetzlichen Verpflichtungen erfüllen und welche Substanzen registriert werden. Etwa 4 Prozent unseres Umsatzes gehen auf Produkte zurück, die der Registrierungspflicht gemäß der REACH-Verordnung unterliegen.

Mit unserem Programm für Produktverantwortung unterstützen wir auch die Globale Produktstrategie (GPS) des Weltchemieverbands zum sicheren Umgang mit chemischen Stoffen sowie das Global Harmonisierte System (GHS) der Vereinten Nationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Im Jahr 2013 haben wir in den USA neue gesetzliche Regelungen umgesetzt, die auf GHS-Vorgaben basieren.