Rohstoffe und Materialien

Der effiziente Einsatz von Ressourcen ist für uns ein wichtiger Hebel, um Umweltauswirkungen zu reduzieren und Kosten zu sparen. Als Produzent von Luftgasen ist die Luft der Erdatmosphäre der wichtigste Rohstoff für Linde. Einen wesentlichen Anteil unserer Gaseprodukte produzieren wir mit diesem natürlichen, erneuerbaren Rohstoff. Zur Herstellung unserer Produkte benötigen wir daneben vor allem Energie als Betriebsstoff. Um hier Ressourcen zu schonen, setzen wir weltweit auf Maßnahmen zur Energieeffizienz in unseren eigenen Anlagen und Prozessen.

Darüber hinaus werden bei Linde Materialien wie Stahl oder Aluminium eingesetzt. Sie werden insbesondere für die Herstellung von Komponenten im Anlagenbau benötigt. Gasflaschen sind ein zentrales Verpackungsmaterial. Diese werden wiederverwendet und erneut befüllt. Eine typische Gasflasche wird bei Linde durchschnittlich dreieinhalb Mal im Jahr wieder genutzt und hat eine jahrzehntelange Lebensdauer.

Unsere Kunden unterstützen wir dabei, Ressourcen effizient zu nutzen. Industriegase von Linde können beispielsweise bei der Aufbereitung verschiedenster Stoffe – wie Aluminium oder Gummi – dazu beitragen, Emissionen und den Energiebedarf im Vergleich zu herkömmlichen Recyclingverfahren zu senken.

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Einsatz von Rohstoffen und Materialien1 (in Tonnen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2013

 

2012

 

2011

 

2010

Geprüft von KPMG

1

Die Kennzahlen zum Einsatz von Rohstoffen und Materialien wurden für das Jahr 2011 im Vorjahresbericht zu hoch ausgewiesen und deshalb rückwirkend angepasst.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

 

57.750

 

57.170

 

59.950

 

65.700

Verpackungsmaterialien

 

3.990

 

4.765

 

5.850

 

6.300

Als Folge der erstmaligen Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards, wurden im Geschäftsjahr 2013 mehrere Standorte in die Berichterstattung aufgenommen. Finanz-, Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen wurden für das Jahr 2012 um diesen Effekt rückwirkend angepasst. Außerdem wurden die Kennzahlen zu Mitarbeitern, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz rückwirkend für das Jahr 2012 um die Effekte aus der Akquisition des US-Homecare Unternehmens Lincare angepasst. Um die Vergleichbarkeit zwischen den Jahren 2012 und 2013 sicherzustellen, wurde für Lincare das gesamte Jahr 2012 berichtet.

Nachwachsende Rohstoffe

Linde-Technologien tragen dazu bei, den Einsatz nachwachsender Rohstoffe zu fördern. Im Geschäftsjahr 2013 haben wir zukunftsträchtige Technologien und Kooperationen im Bereich nachwachsender Rohstoffe weiter entwickelt. So haben wir beispielsweise die Partnerschaft mit Sapphire Energy, Inc. erweitert. Das gemeinsame Ziel ist die Kommerzialisierung einer Technologie, die es ermöglicht, Algenbiomasse im Großmaßstab zu grünem Rohöl zu verarbeiten und damit als umweltfreundliche Energiequelle nutzbar zu machen. Über die bisherige Partnerschaft hinaus, bei der Linde für die Versorgung der Algenproduktionsanlagen mit CO2 verantwortlich ist, entwickeln wir nun gemeinsam mit Sapphire Energy eine Technologie, die Algenbiomasse in ein rohölähnliches Produkt umwandelt. Dieses soll dann in bestehenden Raffinerien zu konventionellen Biotreibstoffen weiterverarbeitet werden. Zu diesem Zweck errichtet Linde unter anderem die erste kommerzielle Demonstrationsanlage bei Sapphire in New Mexico (USA).

Im Jahr 2013 haben wir das neue Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP) in Leuna (Deutschland) an unseren Kunden übergeben. Im Anschluss erhielt Linde einen Folgeauftrag zur Erweiterung des CBP. Ziel des CBP ist es, innovative biotechnologische und chemische Verfahren in den industriellen Maßstab zu übertragen, um chemische Grundstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen herstellen zu können.

Die sogenannte Carbo-V® -Technologie haben wir im Berichtszeitraum so weit verbessert, dass dieses Verfahren gemeinsam mit einem Partner den Demonstrationsbetrieb aufnehmen kann. Bei dem Verfahren werden Holz und holzartige Biomassen, die bereits heute ressourcenschonend gewonnen werden und nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion stehen, zu Biokraftstoffen, wie etwa Biodiesel, verarbeitet.