Abfall

Abfall

Wir setzen uns zum Ziel, Abfall so weit wie möglich zu vermeiden oder zu reduzieren. Im Jahr 2014 fielen bei Linde rund 94.100 Tonnen Abfall an (Vj. 124.900 Tonnen). Der Rückgang der Abfallmenge geht vor allem auf eine Reduzierung bei Baustellenabfällen zurück. Unsere häufigsten Abfallprodukte sind Öl und ölhaltiges Material, Chemikalien, metallhaltiger Abfall oder Gasflaschen am Ende ihrer Lebensdauer. Mithilfe geschlossener Produktkreisläufe steigern wir die Material- und Ressourceneffizienz und verringern Abfallmengen. So kann beispielsweise Kalkschlamm, der als Nebenprodukt bei der Acetylenproduktion anfällt, ohne zusätzliche Aufbereitung in anderen Industrien weiterverwendet werden. 

Der Großteil des anfallenden Abfalls wird verwertet. Abfall, der sich nicht zur Weiterverwendung eignet, entsorgen wir umweltgerecht in Übereinstimmung mit lokalen Vorgaben. Entsprechend den jeweiligen nationalen Gesetzen klassifizieren wir Abfälle dabei als gefährlich oder nicht gefährlich. Einen besonderen Fokus legen wir auf die weitere Reduzierung von gefährlichen Abfällen. Im Jahr 2014 haben wir eine Initiative gestartet, bei der weltweit gelagerte Gasflaschen erfasst werden, die speziell entsorgt werden müssen. Ziel ist es, die Entsorgung so effizient und umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.

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Abfall und Recycling

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

1

Der für das Jahr 2014 berichtete Rückgang der Abfallmenge geht vor allem auf eine Reduktion bei Baustellenabfällen zurück.

2

Teile des Abfalls werden energetisch verwertet.

Als Folge der erstmaligen Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards wurden im Geschäftsjahr 2013 mehrere Standorte in die Berichterstattung aufgenommen. Finanz-, Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen wurden für das Jahr 2012 um diesen Effekt rückwirkend angepasst. Außerdem wurden die Kennzahlen zu Mitarbeitern, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz rückwirkend für das Jahr 2012 um die Effekte aus der Akquisition des US-Homecare Unternehmens Lincare angepasst.

Abfall (in Tsd. T)1 Geprüft von KPMG

 

94,1

 

124,9

 

81,5

 

64,4

davon nicht gefährliche Abfälle (in %) Geprüft von KPMG

 

76

 

76

 

70

 

57

davon gefährliche Abfälle (in %) Geprüft von KPMG

 

24

 

24

 

30

 

43

Stoffe zur Verwertung (in %) Geprüft von KPMG

 

56

 

65

 

41

 

26

Abfälle zur Verbrennung (in %)2 Geprüft von KPMG

 

15

 

14

 

18

 

30

Abfälle zur Deponie (in %) Geprüft von KPMG

 

19

 

10

 

26

 

31

Sonstige Entsorgungsmethoden (in %) Geprüft von KPMG

 

10

 

11

 

15

 

13

Da der anfallende Abfall von den unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten an den einzelnen Standorten abhängt, orientieren wir uns bei weiteren Zielen im Bereich Abfallmanagement an regionalen Anforderungen. Im Berichtsjahr haben wir unser regionales Ziel, die Abfallverwertungsquote in Großbritannien bis 2014 auf 65 Prozent zu erhöhen, erfüllt. In der Folge haben wir das Ziel erweitert: Bis Ende 2015 sollen 70 Prozent des regional anfallenden Abfalls verwertet werden. Seit 2009 kooperieren wir in einem Gemeinschaftsunternehmen mit einem kalifornischen Abfalldienstleister bei der Gewinnung von Biogas aus Abfällen. Rund 2,3 Mio. Tonnen Müll werden auf diese Weise jährlich verwertet – genug, um 300 Müllfahrzeuge anzutreiben und Strom für rund 8.500 Haushalte der Region zu produzieren.

Derzeit prüfen wir Ergebnisse aus einem Pilotprojekt zum Thema Abfallmanagement in der Region Süd- & Ostasien, um daraus Grundlagen für die Entwicklung überregionaler Maßnahmen für unser Abfallmanagement abzuleiten, die Umweltauswirkungen sowie Kosten reduzieren. Auch im Produktbereich Healthcare arbeiten wir kontinuierlich daran, Abfall weiter zu reduzieren – etwa, indem der Anteil an Elektroschrott aus medizinischen Geräten verringert wird.