Energie

Energie

Wir setzen auf ein weltweites Energiemanagement, um die Effizienz unserer Anlagen und Prozesse zu verbessern und Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren. Aufgrund der angestiegenen Produktion, vor allem in den Regionen Süd- & Ostasien und Greater China, erhöhte sich der Energieverbrauch bei der Linde Group im Vergleich zum Vorjahr um etwas mehr als 2 Prozent. Weltweit haben wir im Berichtsjahr rund 250 Projekte identifiziert, die dazu beitragen, unseren Energieverbrauch zu senken. Durch die Umsetzung haben wir Kosteneinsparungen in Höhe von mehr als 24 Mio. EUR erzielt und rund 160.000 Tonnen CO2 vermieden.

Beispielsweise wurde im Berichtsjahr ein in Nordamerika entwickeltes Programm zur optimalen Auslastung von Produktionsanlagen auf Europa ausgeweitet. In der Folge konnten CO2-Einsparungen und Kostensenkungen in Höhe von rund 4 Mio. EUR erreicht werden. In Deutschland sind seit 2012 rund 85 Prozent der Produktionsanlagen von Linde Gas nach ISO 50001 zertifiziert. Der globale Standard bescheinigt ein systematisches Energiemanagement, bei dem Effizienzpotenziale erfasst werden.

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Energieverbrauch (in Mio. MWh)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

1

Zu den sonstigen Energieträgern zählen unter anderem thermische Energie, Heizöl, Biokraftstoffe, Propan, Butan und Dieselkraftstoff. Im Jahr 2014 hat Linde eine Anlage in Südeuropa verkauft, die überwiegend sonstige Energieträger verbraucht hat. Die Kennzahlen für diese Anlage sind nicht mehr Teil der Berichterstattung. Durch die Aufnahme weiterer sonstiger Energieträger (z.B. Naphtha und Methanol) in die Berichterstattung ist der Verbrauch sonstiger Energieträger ab 2011 höher als in den Vorjahren.

Als Folge der erstmaligen Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards wurden im Geschäftsjahr 2013 mehrere Standorte in die Berichterstattung aufgenommen. Finanz-, Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen wurden für das Jahr 2012 um diesen Effekt rückwirkend angepasst. Außerdem wurden die Kennzahlen zu Mitarbeitern, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz rückwirkend für das Jahr 2012 um die Effekte aus der Akquisition des US-Homecare Unternehmens Lincare angepasst.

Verbrauch von Strom Geprüft von KPMG

 

26,2

 

23,4

 

23,5

 

20,3

davon durch Luftzerlegungs-Anlagen Geprüft von KPMG

 

23,5

 

20,7

 

20,8

 

17,9

Verbrauch von Erdgas Geprüft von KPMG

 

39,5

 

36,4

 

35,9

 

25,4

davon durch HyCO-Anlagen Geprüft von KPMG

 

24,9

 

23

 

22,8

 

21,7

Verbrauch sonstige Energieträger1 Geprüft von KPMG

 

10,7

 

14,8

 

13,4

 

11,7

Erneuerbare Energien

Als energieintensives Unternehmen ist Linde auf eine zuverlässige, wettbewerbsfähige Energieversorgung angewiesen. Den Einsatz erneuerbarer Energien prüfen wir. Dieser entspricht derzeit im Wesentlichen dem jeweiligen regionalen Länderenergiemix. In Schweden besitzen wir einen Anteil an dem Windenergie-Unternehmen VindIn. Ziel der langfristigen Kooperation ist es, jährlich Strom im Umfang von 1 Mio. MWh bereitzustellen. Durch diese Initiative wurden im Jahr 2014 rund 2 Prozent des lokalen Strombedarfs von AGA Schweden abgedeckt. An einem Standort in Nordamerika beziehen wir – ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden – durchschnittlich pro Jahr mehr als 9 Mio. kWh Strom aus Windenergie anstatt aus fossilen Quellen. Auf diese Weise vermeiden wir jährlich weitere 7.000 Tonnen CO2-Emissionen.

Im Bereich Healthcare haben wir im Berichtsjahr erneut RECS-Zertifikate erworben, die 40.000 MWh unseres Stromverbrauchs abdecken. Ziel des Renewable Energy Certificate System (RECS) ist die Förderung regenerativer Energien in Europa.

Materialität Energie

Kernindikatoren
Energieverbrauch, Energieeffizienz

Ziele

  • -5% Energieintensität bei installierten Luftzerlegungsanlagen bis 2017 (Basisjahr 2008)
  • +2% Energieeffizienz bei installierten Wasserstoff-Anlagen bis 2015 (Basisjahr 2009)

Wert
Finanzen

  • Kostenersparnis von 24 Mio. EUR durch Energieeffizienzprojekte in 2014
  • Beitrag zur angestrebten Senkung der Bruttokosten um insgesamt 750 Mio. bis 900 Mio. EUR in dem Vierjahreszeitraum 2013 bis 2016
  • Beitrag zum angestrebten Konzernergebnis 2017 durch Erschließung neuer Märkte und Kunden im Bereich Energie und Umwelt

Umwelt

  • 1,8 Mio. Tonnen weniger CO2-Emissionen seit 2008 durch verbesserte Energieintensität bei Luftzerlegungsanlagen