Klimaschutz

Klimaschutz

Wir arbeiten kontinuierlich daran, Ressourcen effizient einzusetzen und Emissionen von Treibhausgasen zu reduzieren. Dafür erfassen wir Emissionen entlang der Wertschöpfungskette unserer Produkte und setzen uns Ziele, diese zu reduzieren. Die größte positive Wirkung für den Klimaschutz erzielen wir mit unseren Produkten. Für unsere Kunden aus verschiedenen Branchen bieten wir Gase und Technologien, die den Verbrauch natürlicher Ressourcen senken und den Einsatz erneuerbarer Energien fördern.

Im Berichtsjahr wurde Linde zum dritten Mal in Folge in den regionalen Carbon Disclosure Leadership DACH-Index von CDP aufgenommen. Damit zeichnet die unabhängige Organisation die Klimaschutzberichterstattung von Unternehmen aus.

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Treibhausgasemissionen (in Mio. Tonnen CO2-Äquivalente)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

1

Abgedeckt sind die im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), Schwefelfluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Im Jahr 2014 wurde die Erhebungsmethode der Kennzahl für diese Treibhausgase weiterentwickelt, um zusätzliche Emittenten und Emissionsquellen zu erfassen. Die für das Jahr 2013 berichtete Zahl wurde mit dieser Methode neu ermittelt.

2

Seit dem Jahr 2014 berücksichtigen wir bei der Berechnung der Emissionen aus Geschäftsreisen zusätzlich den sogenannten Radiative Forcing Index (RFI). Damit tragen wir dem erhöhten Beitrag des Luftverkehrs zum Treibhauseffekt Rechnung. Die Emissionen für das Jahr 2013 wurden rückwirkend neu berechnet.

Als Folge der erstmaligen Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards wurden im Geschäftsjahr 2013 mehrere Standorte in die Berichterstattung aufgenommen. Finanz-, Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen wurden für das Jahr 2012 um diesen Effekt rückwirkend angepasst. Außerdem wurden die Kennzahlen zu Mitarbeitern, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz rückwirkend für das Jahr 2012 um die Effekte aus der Akquisition des US-Homecare Unternehmens Lincare angepasst.

Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1)

 

 

 

 

 

 

 

 

CO2-Emissionen Geprüft von KPMG

 

7,3

 

7,2

 

7,6

 

5,7

davon durch HyCO-Anlagen Geprüft von KPMG

 

4,0

 

4,2

 

4,3

 

4,3

Emissionen der Linde Transportflotte Geprüft von KPMG

 

0,47

 

0,49

 

0,50

 

0,42

Weitere Treibhausgase1 Geprüft von KPMG

 

1,5

 

1,5

 

0,4

 

0,6

Gesamt Geprüft von KPMG

 

9,3

 

8,0

 

8,5

 

6,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2)

 

 

 

 

 

 

 

 

CO2-Emissionen Geprüft von KPMG

 

15,0

 

13,0

 

12,8

 

10,2

davon durch Luftzerlegungs-Anlagen Geprüft von KPMG

 

13,5

 

11,8

 

11,6

 

8,9

Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2 Geprüft von KPMG

 

24,3

 

21,0

 

21,3

 

16,9

Emissionen je 1 Mio. EUR Umsatz (in t CO2e)

 

1.425

 

1.333

 

1.345

 

1.226

Emissionen je Mitarbeiter (in t CO2e)

 

370

 

350

 

339

 

335

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige Treibhausgasemissionen (Scope 3)

 

 

 

 

 

 

 

 

Transporte durch Kontraktoren (in Tsd. t CO2e) Geprüft von KPMG

 

412

 

388

 

380

 

395

Geschäftsreisen2 (in Tsd. t CO2e) Geprüft von KPMG

 

72,9

 

81,0

 

34,1

 

30,6

Bilanz von Emissionen

Den Energieverbrauch und die Emissionen von Treibhausgasen berichten wir weltweit. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben des internationalen Greenhouse Gas Protocol-Standards. Um die CO2-Bilanz von einzelnen Produkten für Kunden transparent zu machen, haben wir für unsere wesentlichen Luftgase eine einheitliche Berechnung entwickelt. Die Methode bezieht den gesamten Lebenszyklus der Produkte ein und wurde extern zertifiziert. 

Im Jahr 2014 stiegen die Emissionen von Treibhausgasen um rund 9 Prozent. Der Großteil davon geht auf indirekte Emissionen durch erhöhte Produktionskapazitäten zurück. Linde hat im Berichtsjahr mit sieben Produktionsstandorten für Wasserstoff am Emissionshandel der Europäischen Union teilgenommen. Die CO2-Emissionen der betroffenen Anlagen betrugen in diesem Zeitraum rund 1,3 Mio. Tonnen. Es wurden uns Emissionsberechtigungen für rund 0,9 Mio. Tonnen CO2 zugeteilt, weitere Zertifikate haben wir erworben.

Globale Ziele

Ziel

-5%

Energieintensität bei installierten Luftzerlegungs­anlagen bis 2017 (Basisjahr 2008)

Ziel

+2%

Energieeffizienz bei installierten Wasserstoff­anlagen bis 2015 (Basisjahr 2009)

Rund 60 Prozent der CO2-Emissionen von Linde entstehen durch die Erzeugung von Strom bei Energieanbietern und werden von uns als indirekte Emissionen berichtet. Der Großteil des Stroms wird für den Betrieb von mehr als 400 Luftzerlegungsanlagen benötigt. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, die durchschnittliche Energieintensität der unternehmenseigenen installierten Luftzerlegungsanlagen bis 2017 um 5 Prozent zu verbessern. Das Basisjahr ist 2008. Vergleichsgröße ist die durchschnittliche Effizienz aller Anlagen bei einer Auslastung, die dem Anlagendesign entspricht. Dieses Ziel haben wir im Berichtsjahr vorzeitig erreicht. Wir ersetzten im Jahr 2014 beispielsweise ältere Anlagenteile sowie Anlagen durch neue, effizientere mit einer durchschnittlich um rund 25 Prozent geringeren Energieintensität. Darüber hinaus führen wir technische Verbesserungen an bestehenden Anlagen durch. Bis Ende 2014 konnten wir so die durchschnittliche Energieintensität der betroffenen Anlagen um 5,4 Prozent verbessern. Damit konnten wir seit 2008 insgesamt rund 1,8 Mio. Tonnen CO2 einsparen. Für das Jahr 2015 planen wir, über weitere Ziele zu entscheiden.

Direkte Emissionen entstehen bei Linde vor allem bei dem Betrieb von Wasserstoffanlagen (HyCO-Anlagen). Bis zum Jahr 2015 wollen wir die Energieeffizienz unserer weltweit installierten HyCO-Anlagen im Vergleich zum Basisjahr 2009 um 2 Prozent erhöhen. Vergleichsgröße ist die tatsächliche Energieeffizienz der Anlagen im Betrieb. Im Berichtsjahr konnten wir die Energieeffizienz bereits um 1,9 Prozent verbessern. Zwischen 2009 und 2014 haben wir so insgesamt rund 650.000 Tonnen CO2 eingespart. Dafür wurden unter anderem die Auslastung von Anlagen verbessert und energieeffizientere Kühlanlagen installiert.

Ein weiterer Schwerpunkt bei Maßnahmen für den Klimaschutz ist der Transport von Produkten. Im Jahr 2014 legte unser Transportflotte mehr als 520 Mio. Kilometer zurück. Durch verschiedene Maßnahmen reduzieren wir die Anzahl gefahrener Kilometer, verringern den Treibstoffverbrauch und senken Transportemissionen. Optimierte Fahrtrouten, eine bessere Nutzung von Transportkapazitäten sowie Schulungen zu ressourcenschonender Fahrweise tragen hierzu bei.

Produkte für Energieeffizienz und Klimaschutz

Unseren Kunden bieten wir Lösungen an, die viele Bereiche der nachhaltigen Strom- und Treibstofferzeugung abdecken. Allein durch unsere bei Kunden installierte Oxyfuel-Technologie konnten im Berichtsjahr rund 20 Mio. Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. Bei dieser Technologie werden durch den Einsatz von reinem Sauerstoff anstelle von Umgebungsluft Verbrennungsprozesse ­– zum Beispiel in Stahlwerken – effizienter. Seit 2014 kooperieren wir mit dem nordamerikanischen Start-up Solidia Technologies®, um ein neues Verfahren zur Herstellung von Betonfertigteilen zur Marktreife zu bringen. Im Vergleich zu herkömmlichen Produktionsmethoden verringert das Verfahren CO2-Emissionen um bis zu 70 Prozent und reduziert anfallenden Abfall.

Im Berichtsjahr haben wir zudem die Einführung von Wasserstoff als Kraftstoff weiter vorangetrieben. In Österreich haben wir die weltweit erste Kleinserienfertigung für Wasserstofftankstellen gestartet. Aus Japan haben wir einen Auftrag über 28 solcher Tankstellen erhalten. Ziel ist es, die nötige Infrastruktur für den Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen voranzubringen.

Materialität Klimaschutz

Kernindikatoren
CO2-Emissionen, Energieverbrauch, Energieeffizienz

Ziele

  • -5% Energieintensität bei installierten Luftzerlegungsanlagen bis 2017 (Basisjahr 2008)
  • +2% Energieeffizienz bei installierten Wasserstoff-Anlagen bis 2015 (Basisjahr 2009)

Wert
Finanzen

  • Kostenersparnis von 24 Mio. EUR durch Energieeffizienzprojekte in 2014
  • Beitrag zur angestrebten Senkung der Bruttokosten um insgesamt 750 Mio. bis 900 Mio. EUR in dem Vierjahreszeitraum 2013 bis 2016
  • Beitrag zum angestrebten Konzernergebnis 2017 durch Produkte im Bereich Energie und Umwelt, Erschließung neuer Märkte und Kunden

Umwelt

  • 1,8 Mio. Tonnen weniger CO2-Emissionen seit 2008 durch verbesserte Energieintensität bei Luftzerlegungsanlagen

Unternehmensführung

  • Einhaltung von Gesetzen und behördlichen Vorgaben