Luft

Emissionen in die Luft

Neben Treibhausgasen kontrollieren wir weltweit in Übereinstimmung mit den jeweiligen lokalen Vorgaben die Emissionen luftfremder Stoffe. Bei dem Betrieb unserer Luftzerlegungsanlagen entstehen in der Regel kaum direkte Emissionen in die Luft. Bei anderen Produktionsprozessen, beispielsweise in Wasserstoffanlagen oder in Dampfkesseln, fallen teilweise Emissionen von anorganischen Gasen wie Kohlenstoffmonoxid (CO), Schwefeloxiden (SOX), Stickoxiden (NOX) und Ammoniak (NH3) an. Leichtflüchtige organische Verbindungen (VOC) werden vor allem beim Lackieren und Reinigen von Metallen wie Gasflaschen, Speichertanks oder Anlagenteilen freigesetzt. Im Jahr 2014 haben wir eine zentrale Analyse unserer Berechnungen von Emissionen in die Luft begonnen. Dabei ist es das Ziel, eine noch bessere Übersicht über die globalen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt zu erhalten und auf dieser Grundlage weitere Maßnahmen zu entwickeln, um die Umweltauswirkungen zu reduzieren.

In Kooperation mit Kunden und weiteren Partnern arbeiten wir an Lösungen, um Emissionen in die Luft zu verringern. Durch die bei unseren Kunden installierte LoTOx™-Technologie von Linde etwa werden Stickoxide aus Abgasen abgetrennt, die in Verbrennungsprozessen entstehen. Die bisher insbesondere in den USA und China in Anlagen installierten LoTOx™-Systeme vermeiden jährlich bereits mehr als 15.000 Tonnen NOX-Emissionen. Im Jahr 2014 haben wir ein amerikanisches Unternehmen mit dem Vertrieb dieser Technologie an Kraftwerksbetreiber in den USA lizenziert.

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Emissionen in die Luft1 (in Tonnen)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2014

 

2013

 

2012

 

2011

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

1

Die Erhebungsmethoden für weitere Emissionen in die Luft wurden im Geschäftsjahr 2014 weiterentwickelt. Wo vorhanden, wurden Messwerte für die Erhebung herangezogen. Für Standorte, die keine Messungen durchgeführt haben, wurden die Werte geschätzt. Die für das Jahr 2013 berichteten Zahlen wurden mit diesen Methoden neu ermittelt. Die Erhebungsmethode für VOC-Emissionen konnte rückwirkend nicht angewandt werden. Deshalb sind die Werte für diese Kennzahl für die Jahre 2013 und 2014 nicht vergleichbar.

2

Ein außergewöhnliches Ereignis in Südamerika führte im Jahr 2014 zu zusätzlichen Ammoniak-Emissionen in Höhe von rund 146 Tonnen.

Als Folge der erstmaligen Anwendung neuer bzw. geänderter Rechnungslegungsstandards wurden im Geschäftsjahr 2013 mehrere Standorte in die Berichterstattung aufgenommen. Finanz-, Umwelt- und Mitarbeiterkennzahlen wurden für das Jahr 2012 um diesen Effekt rückwirkend angepasst. Außerdem wurden die Kennzahlen zu Mitarbeitern, Gesundheitsschutz, Arbeitssicherheit und Umweltschutz rückwirkend für das Jahr 2012 um die Effekte aus der Akquisition des US-Homecare Unternehmens Lincare angepasst.

VOC (flüchtige organische Verbindungen) Geprüft von KPMG

 

657

 

92

 

109

 

206

NH3 (Ammoniak)2 Geprüft von KPMG

 

17

 

12

 

11

 

28

CO (Kohlenmonoxid) Geprüft von KPMG

 

3.325

 

2.177

 

2.895

 

1.566

NOx (Stickoxide) Geprüft von KPMG

 

6.762

 

6.273

 

5.556

 

1.070

SOx (Schwefeloxide) Geprüft von KPMG

 

447

 

122

 

391

 

543