Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Bei der Auswahl von Lieferanten berücksichtigt Linde neben wirtschaftlichen Kriterien wie Qualität, Preis und Verfügbarkeit auch Aspekte wie Sicherheit und Umweltschutz. Wir unterhalten Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten in über 100 Ländern. Zu unseren wichtigsten Einkaufsposten gehören Energie, Gasflaschen und Ventile, Tanks und Tankausrüstungen, Fahrzeuge, IT-Produkte, Dienstleistungen, Ausrüstungsteile für Produktionsanlagen sowie Geräte und Verbrauchsmaterial für den Bereich Healthcare. Im Jahr 2014 haben wir weltweit ca. 11,6 Mrd. EUR (Vj. ca. 11,1 Mrd. EUR) für den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen aufgewendet. Davon entfielen rund 9,6 Mrd. EUR auf die Gases Division und etwa 2,0 Mrd. EUR auf die Engineering Division. Rund 73 Prozent der Ausgaben fielen in OECD-Ländern an. Rund 70 Prozent der Produkte und Dienstleistungen beziehen wir vor Ort in den Ländern, in denen sie benötigt werden. Dies spart Transportwege und reduziert Kosten und Emissionen. Außerdem stärken wir durch die Kooperation mit lokal ansässigen Unternehmen die Wirtschaft vor Ort.

Globale Standards

Im Jahr 2013 haben wir einen globalen Verhaltenskodex für Lieferanten eingeführt. Darin sind Mindestanforderungen in den Bereichen Sicherheit, Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte sowie integre Geschäftspraktiken definiert. Bis Ende 2014 hatten sich rund 80 Prozent unserer strategischen Lieferanten auf den Verhaltenskodex verpflichtet. Darüber hinaus haben wir eine Risikoanalyse unserer Lieferkette durchführen lassen. Im Mittelpunkt standen Länder- und produktspezifische Risiken. Auf dieser Grundlage haben wir im Berichtsjahr rund 100 Lieferanten aus Bereichen mit erhöhtem Risiko aufgefordert, Auskunft zu ihrer Nachhaltigkeitsleistung zu geben. Nach der Auswertung der Ergebnisse planen wir weitere Maßnahmen festzulegen.

Lieferanten überprüfen

Aufgrund besonderer Anforderungen, vor allem auf Baustellen, werden Lieferanten insbesondere bei unserer Engineering Division überprüft. Bereits während des Zulassungsprozesses untersuchen wir, ob die jeweiligen Kontraktoren über die notwendigen Voraussetzungen verfügen, um die Anforderungen zu erfüllen. Insgesamt wurden im Jahr 2014 rund 300 der Kontraktoren für Baustellen zu Umwelt- und Sicherheitsthemen evaluiert. Verstößen gegen Anforderungen des Unternehmens gehen wir nach. Über die Integrity Line des Konzerns wurden im Berichtsjahr fünf Fälle gemeldet, die Lieferantenbeziehungen betrafen. Nach der folgenden Untersuchung musste in keinem der Fälle die Geschäftsbeziehung beendet werden.

Vorteile für Lieferanten

Lieferanten beziehen wir auch in unser Sicherheits- und Umweltmanagement mit ein. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Lieferanten unseren Anforderungen entsprechen, und sie dabei zu unterstützen, ihre Leistungen zu verbessern. Im Berichtsjahr wurden an mehr als 500 Standorten, die mit Kontraktoren zusammenarbeiten, Schulungen zu Sicherheit im Management von Dienstleistern durchgeführt. Darüber hinaus haben wir 2014 ausgewählte chinesische Zulieferer zu einem Workshop eingeladen, bei dem die Bedeutung von Nachhaltigkeit für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen im Mittelpunkt stand. Für das Jahr 2015 planen wir, gemeinsam mit rund 50 ausgewählten Lieferanten Betriebskontinuitätspläne zu entwickeln. Diese sollen sicherstellen, dass die Geschäftstätigkeit nach unerwarteten Vorfällen wie Naturkatastrophen bestmöglich fortgeführt werden kann. Ziel ist es, potenzielle Risiken zu identifizieren und Schwachstellen in Beschaffungsabläufen zu beheben.