Stakeholder

Stakeholder einbeziehen

Zu zentralen Themen tauschen wir uns mit unseren wichtigsten Stakeholdern aus. Hierzu gehören unsere Mitarbeiter, Aktionäre, Kunden und Lieferanten. Weitere relevante Interessengruppen sind Vertreter aus Politik und Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Nachbarn an den Unternehmensstandorten und die Öffentlichkeit. Innerhalb des Unternehmens haben wir Ende 2014 erneut eine Abfrage zu Nachhaltigkeitsthemen in allen Regionen durchgeführt. Inhalte waren lokale Aktivitäten und Schwerpunkte, Kooperationen mit Stakeholdern und das Engagement in Kommunen. Die Ergebnisse fließen in die Berichterstattung ein.

Unsere Partner

Zu einzelnen Fachthemen suchen wir den Austausch mit Experten: So waren wir im Berichtsjahr unter anderem erneut Gastgeber der Linde Olefin Academy in Pullach. Auf der zweiwöchigen Veranstaltung treffen sich Experten und Berufsanfänger, um sich über Aspekte der Ethylenherstellung zu informieren und auszutauschen. Neben technischen und wirtschaftlichen Themen werden auch Umweltschutz und Sicherheit diskutiert.

In Kooperationen mit wissenschaftlichen Instituten und anderen Unternehmen setzen wir uns unter anderem für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen in den Bereichen Energieversorgung und Mobilität ein. So ist Linde Gründungsmitglied der Clean Energy Partnership (CEP), dem größten Demonstrationsprojekt für Wasserstoff-Mobilität in Europa. Die CEP erprobt mit Unterstützung der Bundesregierung Brennstoffzellenfahrzeuge und deren Betankung. Bei der Initiative H2Mobility kooperieren wir mit fünf führenden Industrieunternehmen. Ziel ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Wasserstoff-Tankstellen in Deutschland. Bis zum Jahr 2023 soll die aktuell 15 Tankstellen umfassende öffentliche Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland auf rund 400 Wasserstoff-Tankstellen ausgebaut werden. Für dieses bundesweite Infrastrukturprojekt geht die H2MobiIity-Initiative von einem Gesamtinvestitionsbedarf in Höhe von rund 350 Mio. EUR aus.

Linde engagiert sich zudem in nationalen sowie in europäischen und internationalen Branchen- und Wirtschaftsverbänden. Beispiele sind der Verband der Chemischen Industrie (VCI), der Verband Deutscher Maschinen– und Anlagenbau (VDMA), der Europäische Industriegaseverband (EIGA), der europäische Chemie-Dachverband (CEFIC) sowie der Asiatische Industriegaseverband (AIGA). Unser Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Büchele ist im Oktober 2014 zum Vorsitzenden der Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft (NMI) berufen worden. Linde ist darüber hinaus Mitglied ausgewählter Netzwerke für unternehmerische Verantwortung. Hierzu gehören der UN Global Compact und econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft.

Schwerpunkt unseres Dialogs mit Politik und Gesellschaft war 2014 erneut die Sicherung einer wettbewerbsfähigen und umweltfreundlichen Energieversorgung. Die „Energiewende“ in Deutschland und anderen europäischen Mitgliedsstaaten bietet einerseits Chancen für den Einsatz neuer effizienter Technologien, birgt gleichzeitig aber auch das Risiko steigender Stromkosten. In diesem Zusammenhang hat Linde auch die Bedeutung der Industriegase für eine Vielzahl industrieller Wertschöpfungsketten dargelegt. Zudem haben wir ausgewählte Stakeholder über unsere Aktivitäten im Bereich „Clean Technology“ informiert. Neben Lösungen für eine nachhaltige Energieversorgung stand dabei insbesondere unser Engagement für den Ausbau der emissionsfreien Elektromobilität mit Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeugen im Mittelpunkt.

Linde vergibt als Unternehmen keine Spenden an politische Parteien oder an Einzelpersonen. In den USA haben Mitarbeiter von Linde North America ein sogenanntes Political Action Committee ins Leben gerufen. Über diese unabhängige, registrierte Vereinigung sammeln sie Mitarbeiterspenden für Politiker, politische Parteien und Verbände.

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