Produktverantwortung

Produktverantwortung

Wir kontrollieren die Sicherheit unserer Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unsere global gültigen Standards berücksichtigen neben Produktion und Transport auch die Nutzung von Produkten. Dabei prüfen wir mögliche Risiken von bestehenden Produkten sowie von Produkten, die für neue Anwendungen eingesetzt oder neu in den Markt eingeführt werden. Bei den Risikobeurteilungen stehen die Verkaufsmenge sowie Eigenschaften von Substanzen wie Toxizität besonders im Vordergrund. Für Standorte, an denen besonders sensible Chemikalien produziert oder gehandhabt werden, haben wir standardisierte Risikobeurteilungen für Produktsicherheit entwickelt.

Im Jahr 2015 haben wir eine neue globale Richtlinie zu Produktverantwortung erarbeitet. Darin bündeln wir bestehende Vorgaben im Umgang mit Produkten. Im Berichtsjahr haben wir außerdem weiter an Initiativen zur Sicherheit von Acetylengasflaschen gearbeitet. In verschiedenen Ländern prüfen wir den Einsatz neuer Verschlusskappen für Acetylenflaschen, die besser verhindern, dass Ventile während des Transports durch Kunden beschädigt werden und Gas austritt. Im Vorjahr hatten wir bereits eine Schulungsinitiative für Kunden gestartet, um sie für mögliche Risiken zu sensibilisieren, die beim Transport von Acetylen auftreten können. In die Maßnahmen investierten wir insgesamt rund 40.000 EUR.

Für unsere Produkte halten wir rund 25.000 Sicherheitsdatenblätter in vielen Sprachen bereit. Derzeit arbeiten wir daran, bis Ende des Jahres 2016 mit Hilfe einer neuen Software einheitliche Produktinformationen in allen Regionen und benötigten Sprachen automatisiert zu erstellen.

Abhängig vom Gefahrenpotenzial überprüfen wir auch an Standorten unserer Kunden die Voraussetzungen für den sachgerechten Umgang mit Gasen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Dienstleistungen wie Inspektion, Wartung und Instandsetzung der Gaseversorgung bei ihnen vor Ort an. Um den verantwortungsvollen Umgang mit Produkten zu fördern, organisieren wir zudem Schulungen, an denen sowohl Mitarbeiter als auch Kunden teilnehmen. In einem unternehmenseigenen Trainingsprogramm haben wir im Berichtsjahr in zehn europäischen Ländern rund 6.500 Teilnehmer im sicheren Umgang mit Gasen geschult.

Internationale Standards

Wir prüfen kontinuierlich die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Konzern. Auf einer globalen Internetplattform informieren wir, wie Linde die Vorgaben der Europäischen Chemikalienverordnung REACH umsetzt. Derzeit bereiten wir uns auf die dritte Registrierungsphase im Jahr 2018 vor. Nur ein kleiner Teil unserer produzierten Stoffe unterliegt der Registrierungspflicht gemäß REACH. Für die erfolgreiche Umsetzung von REACH suchen wir auch den Austausch mit Kunden und Lieferanten und arbeiten mit dem Europäischen Industriegaseverband zusammen. Beim Betrieb von Produktionsanlagen für medizinische Gase orientieren wir uns im Unternehmensbereich Healthcare weltweit an Richtlinien für die Herstellung von Arzneimitteln (Good Manufacturing Practice). Als rechtlich verantwortlicher Hersteller medizinischer Geräte setzen wir im Unternehmensbereich Healthcare die Anforderungen der europäischen RoHS-Richtlinie (Restriction of Hazardous Substances) weltweit um.

Mit unserem Programm für Produktverantwortung unterstützen wir auch die Globale Produktstrategie (GPS) des Weltchemieverbands zum sicheren Umgang mit chemischen Stoffen sowie das Global Harmonisierte System (GHS, Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) der Vereinten Nationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Um bei Arzneimitteln eine höchstmögliche Patientensicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus zu gewährleisten, werden diese von Linde kontinuierlich überwacht und regelmäßig analysiert.