Stakeholder

Stakeholder einbeziehen

Zu zentralen Themen tauschen wir uns regelmäßig mit unseren wichtigsten Stakeholdern aus. Hierzu gehören unsere Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Aktionäre. Weitere wichtige Interessengruppen sind Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen, Nachbarn an den Unternehmensstandorten und die Öffentlichkeit. Wir analysieren regelmäßig die Erwartungen wichtiger Stakeholder an unser Unternehmen, um relevante Themen sowie Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen.

2015 haben wir erneut eine Abfrage innerhalb unseres Unternehmens zu Nachhaltigkeitsthemen in allen Regionen durchgeführt. Inhalte waren lokale Aktivitäten und Schwerpunkte, Kooperationen mit Stakeholdern und das Engagement in Kommunen. Die Ergebnisse fließen in die Berichterstattung ein.

Bei einzelnen Fachthemen suchen wir den Austausch mit Experten: Der Einladung zu unseren Linde Technology Days 2015 zum Thema Digitalisierung folgten neben Fachleuten aus unserem Unternehmen auch Experten von anderen Unternehmen. Die Teilnehmer diskutierten, wie die Digitalisierung die Geschäftswelt verändert, und beleuchteten die Chancen und Wettbewerbsvorteile, die sich daraus ergeben.

In Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten und anderen Unternehmen setzen wir uns unter anderem für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen in der Energieversorgung und Mobilität ein. So ist Linde Gründungsmitglied der Clean Energy Partnership (CEP), des größten europäischen Demonstrationsprojekts für Wasserstoffmobilität. Die CEP erprobt mit Unterstützung der Bundesregierung Brennstoffzellenfahrzeuge und deren Betankung. Die Initiative H2 Mobility setzt sich für den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Wasserstofftankstellen in Deutschland ein. In einem Joint Venture mit fünf führenden Industrieunternehmen soll die öffentliche Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland bis zum Jahr 2023 auf rund 400 Wasserstofftankstellen ausgebaut werden.

Linde engagiert sich zudem in nationalen, europäischen und internationalen Branchen- und Wirtschaftsverbänden, beispielsweise im Verband der Chemischen Industrie (VCI), Verband Deutscher Maschinen– und Anlagenbau (VDMA), im Europäischen Industriegaseverband (EIGA), dem europäischen Chemie-Dachverband (CEFIC) sowie dem Asiatischen Industriegaseverband (AIGA). Unser Vorstandsvorsitzender, Dr. Wolfgang Büchele, war von Oktober 2014 bis Dezember 2015 Vorsitzender der Nordafrika Mittelost Initiative der deutschen Wirtschaft (NMI). Im November 2015 wurde er zum Vorsitzenden des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft gewählt. Der Amtsantritt erfolgte zum Jahreswechsel 2015/2016. Linde ist darüber hinaus Mitglied ausgewählter Netzwerke für unternehmerische Verantwortung. Hierzu gehören der UN Global Compact und econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft.

Politik

Im Mittelpunkt unseres Dialogs mit Politik und Gesellschaft standen 2015 unter anderem die Sicherung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen für den Bezug von Energie für unsere Produktionsanlagen sowie die Reform des europäischen Emissionshandels. Der zunehmende Einsatz erneuerbarer Energien in der Energieversorgung sowie ambitionierte Klimaschutzziele in Deutschland und Europa eröffnen erhebliche Chancen für innovative und effiziente Technologien von Linde. Auf der anderen Seite führen der Umbau des Energiesystems sowie ehrgeizige Klimaziele zu steigenden Kosten für die Industrie. Linde hat vor diesem Hintergrund auf die Bedeutung der Industriegase für eine Vielzahl industrieller Wertschöpfungsketten hingewiesen. Des Weiteren haben wir über den Beitrag unserer Technologien im Zusammenhang mit Klimaschutz und Effizienz informiert. Unser Engagement für den Ausbau der emissionsfreien Elektromobilität mit Wasserstoff- und Brennstoffzellenfahrzeugen ist ein Beispiel hierfür.

Linde vergibt als Unternehmen keine Spenden an politische Parteien oder Einzelpersonen. In den USA haben Mitarbeiter von Linde North America ein sogenanntes Political Action Committee ins Leben gerufen. Über diese unabhängige, registrierte Vereinigung sammeln sie Mitarbeiterspenden für Politiker, politische Parteien und Verbände und entscheiden über deren Verwendung.