Menschenrechte & Arbeitsstandards

Menschenrechte und Arbeitsstandards

Wir bekennen uns zu den Prinzipien der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen, zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie zu weiteren internationalen Verpflichtungen und Industriestandards. Eine Orientierungshilfe für unser Management von Menschenrechten sind die Guiding Principles on Business and Human Rights der Vereinten Nationen.

Vorgaben und Themen

Unsere zentralen Richtlinien berücksichtigen Menschenrechte. Dazu gehören unser Verhaltenskodex, Einkaufsrichtlinien und -verträge, die Integrity Line-Richtlinie und das Konzernrisikomanagement. In einer im Jahr 2014 verabschiedeten Erklärung zu Menschenrechten beschreiben wir Prozesse, die diese Verpflichtung unterstützen. Dabei decken wir folgende Themen ab:

  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Verhindern von Diskriminierung und Belästigung
  • Chancengleichheit und Gleichbehandlung
  • angemessene Entlohnung
  • Einhaltung von Vorgaben zu Arbeitszeiten
  • Recht auf Privatsphäre
  • Organisations- und Versammlungsfreiheit
  • Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit inklusive Menschenhandel

Besonders im Fokus unseres Managements für Menschenrechte stehen der Schutz von Mitarbeitern unter 18 Jahren sowie von Vertretern ethnischer Minderheiten im Bereich Anti-Diskriminierung. Bei Chancengleichheit haben wir besonders die Förderung von Frauen im Blick. Bezüglich Sicherheit legen wir einen Schwerpunkt auf den Schutz von Mitarbeitern, die in der Produktion arbeiten, sowie von Mitarbeitern und Kontraktoren, die für Linde auf Baustellen arbeiten oder Produkte transportieren.

Umsetzung und Überwachung

Risikoanalysen geben uns Aufschluss darüber, welche Themen in welchen Geschäftsbereichen oder in der Lieferkette besondere Relevanz für Linde haben. Jährlich überprüfen wir zudem im Rahmen eines sogenannten Due Diligence-Prozesses auf Länderebene, ob Verfahren eingerichtet wurden, die sicherstellen, dass unsere Vorgaben zum Schutz von Menschenrechten und von Sozialstandards eingehalten werden. Im Jahr 2016 haben wir an unseren Standorten zudem über 80 Audits durchgeführt, die soziale Aspekte berücksichtigen.

Zusätzlich werten wir Hinweise aus der Integrity Line aus, um mögliche Schwachstellen zu erkennen. Unsere Mitarbeiter und externe Stakeholder können darüber Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtung melden. Rund 31 Prozent (Vj. 26 Prozent) der Hinweise im Berichtsjahr bezogen sich auf Personalthemen. Abweichungen oder Verstößen gehen wir nach. Falls nötig verhängen wir Disziplinarmaßnahmen wie Trainings, Coachings, Abmahnungen und Entlassungen.