Wasser

Wasser

Wir setzen Wasser so effizient wie möglich ein und arbeiten daran, unsere Emissionen in das Wasser stetig zu verringern. Mehr als 90 Prozent der jährlich benötigten Wassermenge verwenden wir zur Kühlung. Der Großteil dieses Wassers wird lediglich erwärmt und kann ohne Aufbereitung in Gewässer zurückgeleitet werden. Dabei achten wir auf eine ökologisch unbedenkliche Temperatur. Den Rest des verwendeten Wassers nutzen wir für die Produktion, zur Erzeugung von Dampf sowie in Bürogebäuden. Wir setzen Wasserkreislaufsysteme ein, um den Verbrauch durch mehrfache Nutzung zu senken.

Wasserbilanz
Wasserbilanz der Linde Group (Grafik)
1 Mehr als 98% des Wasserbedarfs an Linde Standorten werden durch Oberflächenwasser, Meerwasser oder Grundwasser gedeckt, das die offiziellen Qualitätsanforderungen für Trinkwasser nicht erfüllt. Weniger als 2% des Bedarfs an Linde Standorten werden mit Wasser gedeckt, das die offiziellen Qualitätsanforderungen für Trinkwasser erfüllt.
2 Mehr als 92% des genutzten Wassers bei Linde werden für Kühlzwecke verwendet. Dazu gehören das genutzte Durchlaufkühlwasser und Meerwasser. Weniger als 8% des genutzten Wassers bei Linde werden verbraucht oder nach der Verwendung der Kanalisation zugeführt.
3 Mehr als 95% des abgeleiteten Wassers bestehen aus nicht verschmutztem Kühlwasser, das ohne weitere Behandlung in die ursprüngliche Quelle zurückgeleitet werden kann. Weniger als 5% des abgeleiteten Wassers werden Klär- oder Aufbereitungsanlagen zugeführt, wie zum Beispiel Kessellauge, Ausspeisung aus Kühltürmen oder sanitäres Abwasser.

Im Berichtsjahr betrug unser gesamter Wasserbedarf 716 Mio. Kubikmeter (Vj. 681 Mio. Kubikmeter). Davon machte der Wasserverbrauch ohne Durchlaufkühlwasser 54,8 Mio. Kubikmeter (Vj. 52,6 Mio. Kubikmeter) aus. Die Menge an Abwasser an unseren Unternehmensstandorten weltweit betrug im Berichtsjahr 13,1 Mio. Kubikmeter (Vj. 13,8 Mio. Kubikmeter). Der Anstieg unseres Wasserbedarfs in den letzten Jahren geht einher mit der Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit. Auch Verschiebungen bei der Nachfrage unserer Produkte oder unterschiedliche Auslastungen einzelner Anlagen können Auswirkungen auf unseren Wasserbedarf haben. Warme Wetterlagen können zudem unseren Bedarf an Kühlwasser erhöhen. Auch die Emission von Phosphaten, Stickstoffen und organischen Verbindungen in das Wasser messen wir in Übereinstimmung mit den behördlichen Vorgaben vor Ort.

 (XLS:) Download

Wasser1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

1

Analog zu den Erläuterungen im Finanzbericht 2016 schließen die Kennzahlen für die Jahre 2015 und 2016 das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist aus, da es als nicht fortgeführte Aktivität berichtet wurde.

2

Der Wasserverbrauch bezieht sich auf das verbrauchte Trink- und Prozesswasser. Durchlaufkühlwasser wird Gewässern entnommen, ausschließlich erwärmt und anschließend mit einer ökologisch unbedenklichen Temperatur zurückgeleitet.

Wasserbedarf Geprüft von KPMG

Mio. m3

 

716

 

681

 

682

 

681

davon Grund- und OberflächenwasserGeprüft von KPMG

%

 

98,7

 

98,6

 

98,5

 

98,6

davon TrinkwasserGeprüft von KPMG

%

 

1,3

 

1,4

 

1,5

 

1,4

Verbrauch von Wasser2 Geprüft von KPMG

Mio. m3

 

54,8

 

52,6

 

50,7

 

44,5

davon Industrie- und ProzesswasserGeprüft von KPMG

Mio. m3

 

45,3

 

42,8

 

40,8

 

34,8

davon TrinkwasserGeprüft von KPMG

Mio. m3

 

9,5

 

9,8

 

9,9

 

9,7

AbwasserGeprüft von KPMG

Mio. m3

 

13,1

 

13,8

 

13,2

 

13,8

Initiativen für den effizienten Einsatz von Wasser

Im Jahr 2016 haben wir erstmals die Wasserversorgung an unseren zentralen Produktionsstandorten weltweit anhand der Kriterien des World Resources Institute untersucht. Demnach befinden sich 9 Prozent unserer Standorte in Regionen mit Wasserknappheit. Diese Regionen stehen besonders im Fokus bei unseren Maßnahmen zur Optimierung des Wassereinsatzes und der Kühlwassersysteme. Im Jahr 2016 haben wir in Osteuropa, Asien und Südamerika an vier Standorten Einsparungspotenziale in Höhe von rund 440.000 Kubikmeter Wasser sowie rund 70.000 EUR pro Jahr identifiziert. Im Berichtsjahr führten wir in Afrika und im Mittleren Osten außerdem Informationskampagnen zum sparsamen Einsatz von Wasser durch, die mehr als 3.000 Mitarbeiter erreicht haben.

 (XLS:) Download

Emissionen in das Wasser (in Tonnen)1,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

1

Analog zu den Erläuterungen im Finanzbericht 2016 schließen die Kennzahlen für die Jahre 2015 und 2016 das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist aus, da es als nicht fortgeführte Aktivität berichtet wurde.

2

Im Jahr 2015 haben wir die Methode zur Erhebung von Wasseremissionen (CSB, BSB, Nitrate, Phosphate) weiterentwickelt. Diese Methode basiert auf Messungen und Hochrechnungen und unterliegt folglich Einschränkungen. Messungen an sämtlichen Standorten sind jedoch ökonomisch nicht sinnvoll. Die berichteten Kennzahlen sind deshalb als Annäherung für die gesamten Wasseremissionen der Linde Group zu verstehen. Die Kennzahlen für das Jahr 2014 wurden rückwirkend neu berechnet.

Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB)Geprüft von KPMG

 

 

1.561

 

1.425

 

1.585

 

2.157

Biochemischer Sauerstoffbedarf (BSB)Geprüft von KPMG

 

 

511

 

496

 

544

 

163

NitrateGeprüft von KPMG

 

 

339

 

335

 

295

 

89

PhosphateGeprüft von KPMG

 

 

45

 

47

 

39

 

3

Produkte für Wasserschutz

Unsere Gase und Technologien werden eingesetzt, um Schadstoffe in Trinkwasser und Gewässern zu beseitigen sowie um Abwasser aufzubereiten. Wir unterstützen damit auch Industriekunden dabei, anspruchsvolle Umweltauflagen zu erfüllen. Mithilfe des Solvocarb®-Verfahrens von Linde konnten unsere Kunden im Jahr 2016 allein in sechs Ländern rund 850 Mio. Kubikmeter Wasser in Trinkwasserqualität aufbereiten. Durch Anwendung unseres Solvox®-Verfahrens wurde im Berichtsjahr beispielsweise in Australien das Wasser des Flusses Canning in Perth mit 260.000 Kubikmetern Sauerstoff angereichert, um zum Erhalt des umgebenden Ökosystems beizutragen. Auch zur Entsalzung von Flüssen wird das Verfahren erfolgreich eingesetzt. In Norwegen wurde 2016 eine neue Solvox®-Lösung für die Sauerstoffversorgung von Meereskäfigen, die in Fischfarmen zum Einsatz kommen, mit einem Preis ausgezeichnet.