Lieferanten

Nachhaltigkeit in der Lieferkette

Wir arbeiten mit Lieferanten in über 100 Ländern zusammen. Bei ihrer Auswahl berücksichtigen wir neben wirtschaftlichen Kriterien wie Qualität, Preis und Verfügbarkeit auch Aspekte wie Sicherheit und Umweltschutz. Im Berichtsjahr haben wir insbesondere in den USA und in Südafrika unsere Maßnahmen für die Förderung von Vielfalt in der Lieferkette ausgeweitet.

Zu unseren wichtigsten Einkaufsposten gehören Energie, Gasflaschen und Ventile, Tanks und Tankausrüstungen, Fahrzeuge, IT-Produkte, Dienstleistungen, Ausrüstungsteile für Produktionsanlagen sowie Geräte und Verbrauchsmaterial für den Bereich Healthcare. Etwa 80 Prozent unserer Ausgaben für den Einkauf von Produkten und Dienstleistungen fielen im Jahr 2016 in OECD-Ländern an. Rund 70 Prozent der Produkte und Dienstleistungen beziehen wir vor Ort in den Ländern, in denen sie benötigt werden. Dies spart Transportwege und reduziert Kosten und Emissionen. Außerdem stärken wir durch die Kooperation mit lokalen Unternehmen die Wirtschaft vor Ort.

Lieferantenmanagement

70%

der Produkte und Dienst­leistungen in den Ländern beschafft, in denen sie benötigt werden

80%

der strategischen Lieferanten auf Linde Verhaltenskodex verpflichtet

900

Lieferanten zu Umwelt-, Sicherheits- oder anderen Nachhaltigkeitsaspekten überprüft

Globale Standards

In unserem globalen Verhaltenskodex für Lieferanten haben wir Mindestanforderungen in den Bereichen Sicherheit, Umweltschutz, Arbeits- und Menschenrechte sowie integre Geschäftspraktiken definiert. Sie sind seit dem Jahr 2013 verbindlicher Vertragsbestandteil für alle neuen Lieferanten. Gleichzeitig binden wir kontinuierlich Lieferanten ein, mit denen bereits vor dem Jahr 2013 ein Vertragsverhältnis bestand. Bis Ende 2016 hatten sich so rund 80 Prozent unserer strategischen Lieferanten auf den Verhaltenskodex verpflichtet.

Bewertung von Lieferanten

Wir prüfen in Stichproben, ob unsere Lieferanten die Vorgaben unseres Verhaltenskodex einhalten. Dabei legen wir einen Schwerpunkt auf Lieferanten aus Bereichen mit erhöhtem Risiko in Bezug auf Nachhaltigkeit, etwa bei Umweltschutz, Sicherheit oder sozialen Themen. Insgesamt haben wir im Jahr 2016 über 900 Lieferanten zu Umwelt-, Sicherheits- oder anderen Nachhaltigkeitsaspekten überprüft. Verstößen gegen die Anforderungen gehen wir nach. So stellten wir im Berichtsjahr bei Prüfungen auf Baustellen rund 270 Abweichungen fest, beispielsweise in Bezug auf Gefährdungsbeurteilungen und Arbeitserlaubnisverfahren, Ordnung und Sauberkeit, Arbeiten mit Absturzgefahr oder Umweltschutz. Gemeinsam mit den betroffenen Kontraktoren haben wir Maßnahmen zur Verbesserung definiert und deren Umsetzung verfolgt. Über unsere Integrity Line wurden im Berichtsjahr elf Fälle gemeldet, die auch Lieferantenbeziehungen betrafen. In zwei Fällen haben wir die Geschäftsbeziehung beendet. Für das Jahr 2017 planen wir, bei Linde Engineering neue Mindestanforderungen für Standards und Prozesse für die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Logistikdienstleistern zu erarbeiten und einzuführen. Ziel ist es, die Sicherheitsleistungen unserer Partner zu verbessern und Unfälle zu vermeiden.

Wir beziehen Lieferanten auch in unser eigenes Sicherheits- und Umweltmanagement mit ein. So haben wir im Berichtsjahr das im Jahr 2015 initiierte Programm zur Förderung sicherer Verhaltensweisen auf sämtliche Baustellen übertragen, die von unserer Engineering Division geleitet werden. Insgesamt haben wir so rund 6.400 Mitarbeiter von Kontraktoren erreicht. An unseren Fahrtrainings und Schulungen nehmen regelmäßig auch Fahrer von Dienstleistern teil. Durch Maßnahmen wie diese fördern wir verlässliche Lieferbeziehungen und tragen dazu bei, dass Lieferanten unseren Anforderungen entsprechen und ihre Leistungen verbessern.