Menschenrechte & Arbeitsstandards

Menschenrechte und Arbeitsstandards

Wir unterstützen die Einhaltung von Menschenrechten und haben uns zum Ziel gesetzt, Verletzungen von Menschenrechten im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit zu verhindern. In verschiedenen Bereichen, in denen wir Einfluss nehmen können, haben wir Maßnahmen umgesetzt, die diese Selbstverpflichtungen unterstützen. Hierzu gehören die Bereiche Personalwesen, Sicherheit und Lieferkettenmanagement.

Globale Standards

Bei unseren Maßnahmen orientieren wir uns auch an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Zudem bekennen wir uns zu den Prinzipien der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen, zu den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sowie zu weiteren internationalen Verpflichtungen und Industriestandards.

Wir berücksichtigen die Achtung von Menschenrechten in zentralen Unternehmensrichtlinien. Dazu gehören unser Verhaltenskodex, Einkaufsrichtlinien und -verträge, unsere Integrity Line-Richtlinie und unser Konzernrisikomanagement. In diesen konzernweit geltenden Standards geben wir verpflichtende Verhaltensweisen für unsere Mitarbeiter vor.

Der Vorstand der Linde AG hat im Jahr 2014 eine Firmenposition zum Thema Menschenrechte verabschiedet, die Prozesse beschreibt, die unsere Verpflichtungen unterstützen. Damit decken wir folgende Themen ab:

  • Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Verhindern von Diskriminierung und Belästigung
  • Chancengleichheit und Gleichbehandlung
  • angemessene Entlohnung
  • Einhaltung von Vorgaben zu Arbeitszeiten
  • Recht auf Privatsphäre
  • Organisations- und Versammlungsfreiheit
  • Ausschluss von Kinder- und Zwangsarbeit inklusive Menschenhandel

Im Berichtsjahr wurden eine Richtlinie zum Thema Menschenrechte sowie die Umsetzung der dazugehörigen Kontrollmechanismen erarbeitet und im Vorstand diskutiert.

Umsetzung und Überwachung

Wir befragen regelmäßig intern Personalverantwortliche in allen Regionen zum Stand von eingeführten Prozessen, um die Wahrung von Menschenrechten sicherzustellen. Unsere Mitarbeiter schulen wir in der korrekten Anwendung des Verhaltenskodex. Die Einhaltung der Standards des Verhaltenskodex für unsere Lieferanten ist Bestandteil von Einkaufsverträgen sowie der risikobasierten Überprüfung von Lieferanten und von Trainings für Dienstleister. Wesentliche Stakeholder werden bei der Thematik Menschenrechte einbezogen.

Zusätzlich werten wir Hinweise aus unserer Integrity Line aus, um mögliche Schwachstellen zu erkennen. Unsere Mitarbeiter und externe Stakeholder können darüber Verstöße gegen unsere Selbstverpflichtung melden. Rund 32 Prozent (Vj. 30 Prozent) der Hinweise im Berichtsjahr bezogen sich auf Personalthemen. Abweichungen oder Verstößen gehen wir nach. Falls nötig verhängen wir Disziplinarmaßnahmen für Mitarbeiter wie Trainings, Coachings, Abmahnungen und Entlassungen oder beenden Geschäftsbeziehungen mit Lieferanten. Darüber hinaus werten wir auch die Erkenntnisse aus Audits für Kunden an unseren Standorten aus, die Menschenrechtsaspekte berücksichtigen, und treten dazu in den Dialog mit unseren Kunden. Im Jahr 2017 wurden an unseren Standorten mehr als 60 Audits durchgeführt, die soziale Aspekte berücksichtigen.

Zu den Fokusbereichen, die unsere Arbeit für die Achtung von Menschenrechten unterstützen, gehören der Schutz von Mitarbeitern und Dritten sowie das Thema Chancengleichheit und Förderung von Frauen im Konzern. Bezüglich Sicherheit legen wir einen Schwerpunkt auf den Schutz von Mitarbeitern, die in der Produktion arbeiten, sowie Mitarbeiter und Kontraktoren, die für Linde auf Baustellen arbeiten oder Produkte transportieren.

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