Innovationen & Produkte

Innovationen und Produkte

Innovationen

>50%

Forschungsprojekte mit Nutzen für die Umwelt

>500

Patente in den Bereichen Chemie und Umwelt, saubere Energie sowie Wasserstoff­technologien

>90

Forschungskooperationen in mehr als 20 Ländern

112 Mio. EUR

in Forschung und Entwicklung investiert

3.764

Patente für Linde Technologien

Innovationen leisten einen wesentlichen Beitrag zu unserem Geschäftserfolg und sichern uns Wettbewerbsvorteile im Markt. Deshalb investieren wir in Forschung und Entwicklung und streben kontinuierlich nach neuen und verbesserten Produkten, Verfahren und Dienstleistungen. Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir insgesamt 112 Mio. EUR in Forschung und Entwicklung investiert (Vj. 121 Mio. EUR). Zum Stichtag 31. Dezember 2017 waren in diesem Bereich 350 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 345), 241 davon in der Gases Division und 109 in der Engineering Division. Um unsere Innovationen gegen den Wettbewerb abzusichern, haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr konzernweit 232 Erfindungen erstmals zum Patent angemeldet. Am 31. Dezember 2017 schützten insgesamt 3.764 Patente unterschiedliche Linde Technologien. Viele davon beinhalten Nachhaltigkeitsaspekte, so fallen über 500 Patente in die Bereiche Chemie und Umwelt, saubere Energie und Wasserstofftechnologien. Zudem hatten über die Hälfte unserer rund 140 Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Berichtsjahr auch einen Umweltvorteil zum Ziel.

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Forschung und Entwicklung1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

1

Analog zu den Erläuterungen im Finanzbericht 2017 schließen die Kennzahlen für die Jahre 2015, 2016 und 2017 das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist aus, da es als nicht fortgeführte Aktivität berichtet wurde.

Lagebericht 2014

Enthalten im geprüften Nichtfinanziellen Bericht

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Mio. €

 

Lagebericht 2014 112

 

Lagebericht 2014 121

 

131

 

106

 

92

Anzahl der Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung

 

 

350

 

345

 

348

 

390

 

367

Anzahl neu angemeldeter Patente

 

 

232

 

360

 

287

 

260

 

263

Zusammenarbeit für Innovation

Wir erschließen kontinuierlich neue Verwendungsmöglichkeiten für unsere Gase und verbessern bestehende Verfahren, Anlagentechnologien und Anwendungen. Dabei erfolgen Entwicklungen fast immer im Umfeld von Aufträgen und damit in sehr enger Abstimmung mit unseren Kunden und deren Anforderungen. Zudem beziehen wir führende externe Institutionen und Unternehmen in unsere Innovationstätigkeit ein und gehen Kooperationen ein. In diesem Bereich können wir auf ein Netzwerk von derzeit über 90 Partnern in mehr als 20 Ländern bauen. Bei der Zusammenarbeit mit Partnern fokussieren wir unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf die Verbesserung der Wechselwirkung zwischen Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit. Aus diesem Grund sind wir beispielsweise Mitglied einer Kooperation von 17 Unternehmen und Einrichtungen aus Industrie und Wissenschaft, die sich 2016 im Klimaschutzforschungsprojekt „Carbon2Chem“ zusammengeschlossen haben. In dem auf zehn Jahre Laufzeit angelegten Projekt sollen Möglichkeiten erforscht werden, wie aus Stahlwerkshüttengasen chemische Rohstoffe gewonnen werden können. Das in Stahlwerken vorkommende Koksofengas besitzt einen Wasserstoffanteil von über 60 Volumenprozent und stellt eine bisher noch nahezu ungenutzte Ressource dar. Ein weiterer Schwerpunkt liegt im Bereich der Integration von erneuerbarer Energien. In diesem Rahmen sind wir beispielsweise am von der Bundesregierung geförderten Kopernikus-Projekt „SynErgie“ beteiligt. Ziel des Projekts ist, die Stromnetzstabilität in Deutschland durch den flexiblen Einsatz von industriellen Großverbrauchern zu erhöhen und Schwankungen, die durch den Einsatz erneuerbarer Energien entstehen können, abzufedern. Gemeinsam mit der Technischen Universität München und der RWTH Aachen entwickeln wir die Technologie der kryogenen Luftzerlegung weiter. Auf diese Weise soll unsere Kerntechnologie für die technischen und betrieblichen Anforderungen der Energiewende modifiziert werden.

Kernthemen der Innovationsstrategie
Neue Werkstoffe

Erforschung des Einflusses von Industriegasen auf Materialeigen­schaften und Fertigungs­verfahren

Effizienz

Nachhaltiger Kundennutzen durch Leistungssteigerung bei etablierten Verfahren

Umwelt und Ressourcen

Optimale Balance zwischen Energieeinsatz, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit

Lebensqualität

Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen im Gesundheitsbereich

Digitalisierung

Erschließung neuer Möglichkeiten durch Vernetzung und Auswertung von Datenquellen

Bei unserer 2016 eingeführten Innovationsstrategie fokussieren wir uns auf fünf Kernthemen: Neue Werkstoffe, Effizienz, Umwelt und Ressourcen, Lebensqualität sowie das übergreifende Thema Digitalisierung. Wir unterstützen beispielsweise bereits seit mehreren Jahren die Weiterentwicklung der Wasserstoffmobilität und sind unter anderem an dem Joint Venture H2 Mobility mit Sitz in Berlin beteiligt. Ziel der Kooperation verschiedener Industriekonzerne ist der schrittweise Aufbau eines flächendeckenden Tankstellennetzes für Wasserstoff in Deutschland. Bis 2023 sollen rund 400 Tankstellen in Betrieb sein, Ende 2017 waren es 42.

Im Gesundheitsbereich haben wir im vergangenen Jahr unter anderem unsere Datenplattform Hospital IQ weiterentwickelt und beispielsweise in den USA und in Deutschland eingeführt. Die Datenplattform, die auf den Vorzügen der neuen Generation von medizinischen Sauerstoffflaschen (LIV® IQ) aufbaut, wurde um zusätzliche Funktionen erweitert. Die LIV® IQ-Zylinder können zentral von einem Krankenhausmitarbeiter überwacht werden, mithilfe eines PCs oder eines anderen internetfähigen Geräts. Im Bereich Digitalisierung haben wir uns im Berichtsjahr unter anderem intensiv mit der Integration und Auswertung von Datenmengen befasst, die uns beispielsweise die rund 500.000 Sensoren in unseren Luftzerlegungsanlagen liefern. Ziel unserer Forschung in diesem Bereich ist es, neue Dienstleistungen zu entwickeln oder Wartungs- und Instandhaltungsprozesse zu verbessern.

Produkte mit Vorteilen für Umwelt und Gesellschaft
Lebensmittel & Getränke


70%Marktanteilhaben wir bei den Technologien und Anwendungen für die Aufzucht von Lachs in norwegischen Aquakulturen

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Chemie & Energie

Rund14.500Tonnen NOX-Emissionenjährlich können unsere Kunden mithilfe unserer LoTOx™-Technologie bei Verbrennungs­prozessen vermeiden

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Metallurgie & Glas


18 Mio.Tonnen CO2können unsere Kunden in einem Jahr allein durch den Einsatz von einer Linde Anwendung mit Sauerstoff vermeiden

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Verarbeitende Industrie


790 Mio.Kubikmeter Wasserjährlich bereiten Kunden von Linde allein in sechs Ländern mithilfe unseres SOLVOCARB®-Verfahrens in Trinkwasserqualität auf

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Elektronik

Das Äquivalent von275.000Tonnen CO2 können Kunden der Halbleiterindustrie jährlich vermeiden, indem sie klimaschädliches Stickstofftrifluorid durch Fluor von Linde ersetzen

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Healthcare

Etwa1,9 Mio.Patienten mit Atemwegserkrankungen weltweit werden zu Hause mit unserer Sauerstoff- und weiteren Homecare-Therapien behandelt

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Unsere Produkte unterstützen unsere Kunden auf vielfältige Weise, nachhaltigere Prozesse zu entwickeln – beispielsweise durch höhere Energieeffizienz oder reduzierte Emissionen. Unser Produktportfolio im Bereich Energie- und Umwelttechnologien bauen wir weiter aus. Das Angebot umfasst Verfahren und Technologien, die in der gesamten Wertschöpfungskette erneuerbarer und fossiler Energieträger benötigt werden: von der Förderung über die Umwandlung, den Transport und die Speicherung bis hin zur möglichst effizienten Nutzung.

Unsere Gase und Technologien tragen dazu bei, Emissionen in großem Umfang zu reduzieren. Ein besonders großer Anteil solcher Emissionseinsparungen geht auf die Anwendung von Sauerstoff in einem speziellen Verbrennungsverfahren in Oxyfuel-Anlagen zurück sowie auf den Einsatz von Wasserstoff zur Entschwefelung von Kraftstoff in der Mineralölindustrie. Allein durch den Einsatz der Oxyfuel-Technologie vermeiden unsere Kunden jährlich mehr als 18 Mio. Tonnen CO2.

Die Wiederverwertung bzw. Speicherung von CO2 ist ein Forschungsschwerpunkt bei Linde. So testen wir beispielsweise seit 2015 in einer eigenen Pilotanlage am Standort Pullach neue Verfahren zur Erzeugung von Synthesegas mit Einsatz von CO2. In den Niederlanden versorgen wir Pflanzen in mehr als 620 Gewächshäusern mit jährlich 450.000 Tonnen CO2, das in einer Ölraffinerie und einer Bioethanolanlage anfällt. Unser Bestreben ist es, mit innovativen Technologien alle Potenziale auszuschöpfen, CO2-Emissionen entweder zu vermeiden, deutlich zu reduzieren oder industriell zu verwerten. Mehr über ausgewählte Projekte, die wegweisende Lösungen zeigen, erfahren Sie hier.

Mit dem Ziel, Umweltbelastungen weiter zu senken, werden unsere Produkte auch im Bereich der Mobilität eingesetzt. Der Einsatz von Flüssigerdgas (LNG, Liquefied Natural Gas) oder Wasserstoff reduziert die Emissionen von PKW, Bussen, LKW und Schiffen erheblich. Wir investieren sowohl in die Entwicklung einer effizienten Wasserstoff-Betankungstechnologie als auch – gemeinsam mit Partnern – in den Aufbau einer Versorgungsinfrastruktur. Im Berichtsjahr erhielten wir den Auftrag zur Versorgung von insgesamt 14 Brennstoffzellen-Zügen in Deutschland mit Wasserstoff. Die Züge sollen ab Dezember 2021 Reisende befördern. Sie ersetzen dort die Dieseltriebwagen und reduzieren den Schadstoffausstoß im täglichen Betrieb auf null.

Auch der Bereich Gesundheit ist ein wichtiger Wachstumsmarkt für Linde. Im Jahr 2017 haben wir rund 3,4 Mrd. EUR Umsatz mit unserem Healthcare-Geschäft erwirtschaftet. Unsere Therapien zur Behandlung von Atemwegserkrankungen und unser Angebot zur klinischen Versorgung und Betreuung außerhalb von Krankenhäusern tragen dazu bei, die Lebensbedingungen von etwa 1,9 Mio. Homecare-Patienten zu verbessern und Gesundheitssysteme zu entlasten.

GRI Indicators

UNGC Indicators

Sustainable Development Goals