Energie & Klimaschutz

Energie und Klimaschutz

Linde ist ein energieintensives Unternehmen und deshalb auf eine zuverlässige, wettbewerbsfähige Energieversorgung angewiesen. Wir haben ein globales Energiemanagement etabliert, das Anlagen und Prozesse weltweit einbezieht. Ziel ist es, Energie effizient einzusetzen und die Emissionen zu senken. Weltweit kontrollieren und berichten wir unseren Energieverbrauch und die Emission von Treibhausgasen. Dabei orientieren wir uns an den Vorgaben des Corporate Accounting and Reporting Standard (Scope 1 und 2) der Greenhouse Gas Protocol Initiative des World Resources Institute (WRI) und des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Unseren Kunden bieten wir Gase und Technologien an, die den Verbrauch natürlicher Ressourcen verringern und den Einsatz erneuerbarer Energien fördern.

Globales Ziel
Ziel

-6 Mio.

Tonnen CO2 im Betrieb von HyCO- und Luftzerlegungs­anlagen bis 2020 (Basisjahr 2009)

Maßnahmen
  • Technische Verbesserungen im Anlagendesign
  • Effizientere Produktionsabläufe
Stand

-4,1 Mio.

Tonnen CO2

Globale Ziele

Der Großteil des von Linde benötigten Stroms kommt in unseren Luftzerlegungsanlagen zum Einsatz. Durch die Erzeugung dieses Stroms bei Energieanbietern entstehen rund 60 Prozent unserer CO2-Emissionen, die wir als indirekte Emissionen berichten. Der geringere Teil unserer direkten Emissionen entsteht zum größten Teil beim Betrieb von Wasserstoff- und Synthesegasanlagen (HyCO-Anlagen).

Klimaschutzziel: Vermeidung von 6 Mio. Tonnen CO2 bis 2020 (in Mio. t, kumuliert)
Klimaschutzziel: Vermeidung von 6 Mio. Tonnen CO2 bis 2020 (Balkendiagramm)

Wir wollen bis zum Jahr 2020 insgesamt 6 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermeiden – davon 4,8 Mio. Tonnen in Luftzerlegungsanlagen (Scope 2-Emissionen) und 1,2 Mio. Tonnen in HyCO-Anlagen (Scope 1- Emissionen). Der Vergleichswert bezieht sich auf das Basisjahr 2009. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir auf technische Verbesserungen im Anlagendesign sowie effizientere Produktionsabläufe in unseren HyCO- und Luftzerlegungsanlagen. Bis zum Ende des Berichtsjahrs haben wir insgesamt 4,1 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermieden, davon 0,9 Mio. Tonnen direkte und 3,2 Mio. Tonnen indirekte Emissionen. Im Berichtsjahr haben wir mehr als 170 Projekte weltweit identifiziert, die dazu beitragen, den Energieverbrauch und CO2-Emissionen zu senken – zum Beispiel durch den Einsatz effizienterer Kompressoren und das Austauschen von Ventilen. Durch die Umsetzung haben wir Kosten in Höhe von mehr als 18 Mio. EUR gespart und Emissionen von rund 126.000 Tonnen CO2 vermieden. Im Jahr 2017 haben wir unter anderem im chinesischen Ningbo eine Luftzerlegungsanlage modernisiert und so den Energieverbrauch um rund 4 Prozent reduziert. Auf diesem Weg wurden im Berichtsjahr rund 10.000 Tonnen CO2 eingespart. Zudem konnten wir unsere Kosten durch diese Maßnahme um rund 1,5 Mio. EUR senken.

Im Fokus unserer Maßnahmen für den Klimaschutz steht zudem der Transport unserer Produkte. Durch optimierte Fahrtrouten, eine bessere Nutzung von Transportkapazitäten sowie Schulungen zu defensivem Fahren reduzieren wir die Anzahl gefahrener Kilometer, verringern den Treibstoffverbrauch und senken die Transportemissionen.

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Treibhausgasemissionen1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

1

Analog zu den Erläuterungen im Finanzbericht 2017 schließen die Kennzahlen für die Jahre 2015, 2016 und 2017 das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist aus, da es als nicht fortgeführte Aktivität berichtet wurde.

2

Ab dem Jahr 2015 werden auch die Treibhausgasemissionen von Transportkontraktoren diesem Indikator zugeordnet. Die Kennzahl für das Jahr 2014 wurde rückwirkend neu berechnet.

3

Abgedeckt sind die im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase Methan (CH4), Distickstoffoxid (Lachgas, N2O), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), Schwefelfluorid (SF6) und Stickstofftrifluorid (NF3). Im Jahr 2014 wurde die Erhebungsmethode der Kennzahl für diese Treibhausgase weiterentwickelt, um zusätzliche Emittenten und Emissionsquellen zu erfassen. Die für das Jahr 2013 berichtete Zahl wurde mit dieser Methode neu ermittelt.

4

Zur Errechnung unserer indirekten Emissionen nutzen wir Standort-spezifische Umrechnungsfaktoren des Stromanbieters falls verfügbar. Ansonsten erfolgt die Umrechnung unter Nutzung von Umrechnungsfaktoren der International Energy Agency aus dem Jahr 2011.

5

Seit dem Jahr 2014 berücksichtigen wir bei der Berechnung der Emissionen aus Geschäftsreisen zusätzlich den sogenannten Radiative Forcing Index (RFI). Damit tragen wir dem erhöhten Beitrag des Luftverkehrs zum Treibhauseffekt Rechnung. Die Emissionen für das Jahr 2013 wurden rückwirkend neu berechnet.

Lagebericht 2014

Enthalten im geprüften Nichtfinanziellen Bericht

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1)Geprüft von KPMG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CO2-EmissionenGeprüft von KPMG

Mio. t

 

Lagebericht 2014 8,3

 

Lagebericht 2014 7,0

 

7,1

 

7,3

 

7,2

davon durch HyCO-AnlagenGeprüft von KPMG

Mio. t

 

Lagebericht 2014 5,7

 

Lagebericht 2014 4,7

 

4,0

 

4,0

 

4,2

Linde Transportflotte2Geprüft von KPMG

Mio. t CO2e

 

Lagebericht 2014 0,76

 

Lagebericht 2014 0,80

 

0,78

 

0,88

 

0,49

Weitere Treibhausgase3Geprüft von KPMG

Mio. t CO2e

 

Lagebericht 2014 1,9

 

Lagebericht 2014 1,8

 

1,7

 

1,5

 

1,5

GesamtGeprüft von KPMG

Mio. t CO2e

 

Lagebericht 2014 11,0

 

Lagebericht 2014 9,6

 

9,6

 

9,7

 

9,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2)4Geprüft von KPMG

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CO2-EmissionenGeprüft von KPMG

Mio. t

 

Lagebericht 2014 17,4

 

Lagebericht 2014 16,2

 

15,4

 

15,0

 

13,0

davon durch LuftzerlegungsanlagenGeprüft von KPMG

Mio. t

 

Lagebericht 2014 15,9

 

Lagebericht 2014 14,7

 

13,7

 

13,5

 

11,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2Geprüft von KPMG

Mio. t CO2e

 

Lagebericht 2014 28,4

 

Lagebericht 2014 25,8

 

25,0

 

24,7

 

22,2

Emissionen je 1 Mio. EUR Umsatz

t CO2e

 

1.657

 

1.522

 

1.440

 

1.449

 

1.333

Emissionen je Mitarbeiter

t CO2e

 

492

 

432

 

418

 

377

 

350

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonstige indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschäftsreisen5Geprüft von KPMG

Tsd. t CO2e

 

53,0

 

58,7

 

68,5

 

72,9

 

81,0

Energieverbrauch

Im Vergleich zum Vorjahr stieg unser Energieverbrauch im Berichtsjahr um rund 8 Prozent. Der Anstieg des Energieverbrauchs in den letzten Jahren geht vor allem auf die Ausweitung unserer Geschäftstätigkeit zurück. Weitere Faktoren, die unseren Energieverbrauch beeinflussen können, sind Verschiebungen bei der Produktnachfrage oder die Auslastung einzelner Anlagen. Ein Großteil des Anstiegs geht auf den Erdgasverbrauch zurück, der sich vor allem aufgrund der Inbetriebnahme neuer HyCO-Anlagen in Saudi-Arabien und Finnland erhöhte.

Im Berichtsjahr haben wir mit zehn Produktionsstandorten für Wasserstoff und Synthesegas am Emissionshandel der Europäischen Union teilgenommen. Die CO2-Emissionen der betroffenen Anlagen betrugen in diesem Zeitraum rund 1,2 Mio. Tonnen. Unserem Unternehmen wurden Emissionsberechtigungen für rund 0,9 Mio. Tonnen CO2 zugeteilt. Die übrigen Zertifikate wurden zusätzlich beschafft.

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Energieverbrauch (in Mio. MWh)1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2017

 

2016

 

2015

 

2014

 

2013

1

Analog zu den Erläuterungen im Finanzbericht 2017 schließen die Kennzahlen für die Jahre 2015, 2016 und 2017 das Geschäft des Logistikdienstleisters Gist aus, da es als nicht fortgeführte Aktivität berichtet wurde.

2

Zu den sonstigen Energieträgern zählen unter anderem Heizöl, Biokraftstoffe, Propan, Butan, thermische Energie und Dieselkraftstoff. Ab dem Jahr 2015 wird auch der Dieselverbrauch von Transportkontraktoren diesem Indikator zugeordnet. Die Kennzahl für das Jahr 2014 wurde rückwirkend neu berechnet.

Lagebericht 2014

Enthalten im geprüften Nichtfinanziellen Bericht

Geprüft von KPMG

Geprüft von KPMG

Verbrauch von StromGeprüft von KPMG

 

 

Lagebericht 2014 28,9

 

Lagebericht 2014 27,5

 

26,8

 

26,2

 

23,4

davon durch LuftzerlegungsanlagenGeprüft von KPMG

 

 

Lagebericht 2014 26,3

 

Lagebericht 2014 24,8

 

23,9

 

23,5

 

20,7

Verbrauch von ErdgasGeprüft von KPMG

 

 

Lagebericht 2014 45,1

 

Lagebericht 2014 39,4

 

39,5

 

39,5

 

36,4

davon durch HyCO-AnlagenGeprüft von KPMG

 

 

Lagebericht 2014 33,8

 

Lagebericht 2014 29,3

 

25,4

 

24,9

 

23,0

Verbrauch sonstige Energieträger2Geprüft von KPMG

 

 

Lagebericht 2014 11,7

 

Lagebericht 2014 12,8

 

12,1

 

12,2

 

14,8

GesamtenergieverbrauchGeprüft von KPMG

 

 

Lagebericht 2014 85,7

 

Lagebericht 2014 79,7

 

78,4

 

77,9

 

74,6

Wir arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung der Vorgaben der Energieeffizienzrichtlinie (EED, Energy Efficiency Directive) der Europäischen Union. Sie sieht für Unternehmen unter anderem regelmäßige Energieaudits für Produktions-, Vertriebs- und Bürostandorte vor oder alternativ eine Energiezertifizierung nach ISO 50001. So sind beispielsweise in Deutschland alle Füllwerke nach ISO 50001 zertifiziert.

Wir prüfen fortlaufend den Einsatz von erneuerbaren Energien in unserer Produktion. Dieser entspricht derzeit im Wesentlichen dem jeweiligen regionalen Energiemix, der vor Ort verfügbar ist. In Deutschland gewinnen wir unseren medizinischen Sauerstoff CONOXIA® ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Im Jahr 2017 wurden damit 40.000 MWh unseres Stromverbrauchs abgedeckt.

UNGC Indicators

Sustainable Development Goals